Keltharanis
[Themenersteller] Dabei seit: 13.11.2009 Beiträge: 9
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"Ich habe mich...verändert...doch zu welchem Preis?"
Er blickt kalt auf das Schattenmondtal hinab.
"Ich habe erreicht..was ich damit erreichen wollte...und habe nicht an die Konsequenzen gedacht..."
Es donnert und die Lava brodelt im inneren des Berges. Sein ausgebleichtes Haar weht im heißen Wind. Er kniet nieder und blickt in den Himmel.
"Was habe ich nur getan? War es das Wert, die einzige Freundin,die ich seit meiner Knechtschafft jemals hatte, zu verlieren?."
Traurig dachte er an die Zeit, welche er mit ihr verbrachte. Unzählige Stunden die vergingen, Geschichten die sie sich erzählen, Erlebnisse die sie teilten. All dies schien für ihn nun verloren. Er stütze sich an seiner Axt. Blutverkrustet und in einem leicht bläulichen Schein. Niemand würde ihn hier oben suchen. Kein Wesen vermisst ihn. Er drehte seinen Kopf und sah in Richtung des Schwarzen Tempels. Scheußliche Erinnerungen gingen ihm durch den Kopf. Doch er grinste einfach nur. Doch dann dachte er wieder an sie und verzog die Minne.
"Eine Elfe..."
Sofort kam ihm das Bild vor Augen, als sie in einer Nekropole waren, und sie sein Herz heilte, nachdem er es sich rausgerissen hatte. Schnell griff durch das Loch in seinem Bauch in seinen Brustkorb und suchte nach seinem Herzen. Als er es berührte, schossen ihm wieder Gedanken durch den Kopf.
"Nein...es reicht..."
Er und riss es gewaltätig heraus. Er sah es eine weile lang an. Der Todesritter erhob sich, und wendete sich dem heißen Schlund der Hand des Gul'dan zu. Erneut stellte er sich die Frage: "War es das wirklich wert?". Er warf sein Herz in die ewig brennende Magma, die ihm seinen Hass wiederspiegelte.
"Aye, das war es...."
Zur Abendstunde, zwei Tage später:
Keltharanis befand sich auf einem schneebedecktem Berghang, nahe der Eiskronenzitadelle.Sein Blick war auf die gigantische Zitadelle gerichtet.
"Er hatte Recht...alles Leben...muss enden...Warum habe ich mich von ihm losgerissen? Weshalb seiner Weisheit keinen Glauben geschenkt? Wieso musste er dafür meine Gedanken beherrschen? So viele Fragen...und keine Antwort."
Der Todesritter kniete sich in den Schnee, und legte seine rechte Hand auf die weiße Pracht. Er wusste das er unter den Lebenden nie seines Gleichen begegnen würde. Die Einsamkeit die ihm zerfraß, musste gelindert werden. Doch niemand unter ihnen vermag ihn zu verstehen. Allein unter den Toten, der Geißel kann er seine Wahren Brüder und Schwestern finden. Er ballte seine Hand zu einer Faust und hob sie ein wenig.
"So lange, habe ich dem Kriegshäuptling gedient...vor und nach meiner Zeit der Besessenheit. Doch das muss Enden... Was habe ich davon? Ich werde für das was ich bin verstoßen...gedehmütigt, von den Lebenden..."
Keltharanis unterbricht sich, erhebt sich und schreit in Richtung der Zitadelle.
"Arthas! Ich war dumm! Geblendet von den Lebenden, sie ließen mich glauben, ich wär Frei...Doch dort begann die Gefangenschaft... Das habe ich nun endlich erkannt...Ich will euch wieder dienen...Freiwillig!"
Ein starker, eisiger Windhauch weht ihm entgegen, lässt seine Haare und seinen Umhang flattern. Doch er steht starr da. Sein Hass brannte in seinen Augen. Als sich der Wind legte, ertönte eine vertraute Stimme in seinem Kopf.
Ihr wisst, was eure wahre Bestimmung ist, Todesritter! Ihr werdet mir gut dienen. Löscht alles Leben aus und lasst euren eiskalten Hass auf jene aus, die es wagen sich uns in den Weg zu stellen!Lasst nicht zuviel Aufmerksamkeit auf euch lenken. Mögen unsere Feinde qualvoll durch eure Rache sterben. Nun geht, Keltharanis Painbringer.
"Wie ihr befehlt, mein König"
Keltharanis verbeugte sich. Er kehrte der Zitadelle den Rücken und rief seinen Untoten greifen herbei. Fest davon entschlossen, alles Leben zu vernichten, kehrte er nach Dalaran zurück.
Etwas später am selben Abend...
Keltharanis saß ruhig in der Taverne an einem Tisch und rührte sich vorerst nicht. Er wusste das eine ihm einst wichtige Person und eine weitere Elfe,welche er nicht kannte anwesend waren, doch schenkte er ihnen keinerlei Aufmerksamkeit. Genervt von der bohrenden Stimme des Lichkönigs wurde er allmälich wütend. Auf Nerubisch, antwortete der Todesritter, damit ihn niemand außer Arthas verstehen konnte.
"Ich erklärte mich bereit euch zu dienen, das heißt nicht das ich euer Sklave bin! Erledigt diese Drecksarbeit gefälligst selbst oder schickt einen euer niederen Diener!"
Voller Wut erhob er sich, schlug auf den Tisch ein,der sofort zerbrach und verließ das Gebäude. Er versuchte sich zu beherrschen und nicht mehr aufzufallen als ohnehin schon. Etwas beruhigt betrat er erneut die Taverne. Als er sich setze, fühlte er das Arthas versuchte sich seiner zu bemächtigen, er wehrte sich jedoch erfolgreich.
"Nein...ihr könnt mich nicht kontrollieren"
Am nächsten Tag...
Keltharanis saß wie sonnst oft auch gelangweilt in der Taverne. Ganz starr, als hätte man ihn aus Stein gehauen. Doch dann ertönte erneut die Stimme des Lichkönigs in seinem Kopf.
"Ich habe hier eine alte Freundin von euch die euch sehen möchte. Kommt zu mir, Todesritter. Eine rothaarige Elfe wartet auf euch."
Keltharanis wusste gleich um wen es sich handelte. Sofort rannte er hinaus auf den Platz und rief seinen Drachen. Er begab sich schnellstens nach Eiskrone, wo er auf einem Berghang eine Elfe sah, die zu der Beschreibung passte. Er zögerte kurz, flog aber dann im Sturzflug hinab. Er erinnerte an einen Falken der nach seiner Beute jagt. Als er landete ging er langsam auf sie zu. Sie rührte sich nicht. Er wusste gleich das etwas nicht stimmte. Als er noch näher an die Elfe herantrat, verschwand sie. Hinter ihm öffnete sich ein Portal, durch welches der Lichkönig mit einigen Untoten kam.
"Arthas! Was habt ihr mit ihr getan?!"
"Sie war nie hier...Ich habe euch getäuscht. Nun sollt ihr für euren Ungehorsam bestraft werden!"
Keltharanis knurrte und nahm seine Axt in die Hand.
Sofort stürzte er sich auf ihn. Als seine Axt gegen Frostmourne traf, war ihm sofort bewusst, das er gleich sein wohlverdientes Ende finden würde. Vielleicht würde sie sich an seinem Tod erfreuen. Doch wenn er sterben sollte, dann in einem ehrenhaften Kampf. Der Kampf dauerte jedoch nicht lange an. Keltharanis parrierte einige der Angriffe des Lichkönigs und schlug gekonnt zu, er konnte allerdings nicht verhindern, das sein übermächtiger Feind seine berüchtigte Runenklinge in seinen Brustkorb rammte, an die Stelle wo sich sein Herz befand. Nun lag der Schmerzbringer im Schnee, durchbohrt von Frostmourne.
"Nun sollt ihr sehen, was wahre Macht ist!"
Der Lichkönig folterte ihn, fügte ihm Schmerzen zu, die viele um Gnade winseln lassen würden, doch nicht Keltharanis. Während Frostmourne seinen Körper aufspießte, konnte Arthas in seine Gedanken sehen, Erinnerungen...Gefühle.. Er sah wie er sein Herz herausriss und in das ewig brennende Höllenfeuer warf. Sofort zog er die Runenklinge heraus.
"Ihr seid mir sehr ähnlich. Ich werde euch eine zweite Chance geben, aber diesmal...versagt nicht."
Keltharanis nützte die Gelegenheit, griff nach seiner Axt, und schlug auf den Lichkönig ein.
"Nein! Im einzigen Moment der Schwäche, habt ihr mich vergessen lassen, wer mich wirklich verraten hat" Ihr werdet fallen, Abschaum..."
Keltharanis bezwang den Willen einiger der Diener seines Feindes und hetzte sie auf den Lichkönig um Zeit zu gewinnen. Die Ablenkung reichte aus um auf seinem Greifen zu entkommen.
((für kritik bin ich offen, ich schreibe nicht so besonders gut, des weiß ich. wer fehler findet, sowas brauch ich in meiner story auch ned.))
[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 06.01.2010 um 00:14.]
Der Tod macht den Tag erst lebenswert.
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