Die Hallen der alten Sprache

Der Arm

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Verfasst am: 05. 12. 09 [02:03]
trakar
Sturmaxtclan

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Beiträge: 205

Trakar stapfte vom Rattenloch in Richtung der Schmiede Dalarans als er von Lildaria, einer etwas...anderen Elfe, angesprochen wurde ob er nicht helfen könne. Andranath welche daneben stand, verneinte sofort. "Hm, dann ist er vielleicht zu schwach...wir brauchen jemanden wirklich starkes dafür" meinte Lildaria. Trakar klappte innerlich der Kiefer herunter. "Niemand nennt mich zu schwach!" Im selben Moment schlenderte Chiranta vorbei und begrüßte die Runde. Lildaria darauf: "Die Trollin, die kann uns ja dann helfen wenn der Herr Trakar es nicht vermag". "Was die Trollin kann, kann ich auch!...nagut vielleicht keine Welpen verwerfen aber sonst..." Chiranta verweigerte aber ihre Zusammenarbeit da sie nur über 'Papa' Shindar ihre Dienste anbot.
Also blieb Andranath nichts anderes übrig als auf Trakars Hilfe zurückzugreifen - der immer noch sauer war dass ihn jemand für irgendwas zu schwach hielt und sich nun beweisen wollte...nein, musste.

Um was es eigentlich ging erfuhr der hühnenhafte Orc zunächst auch nicht in Lildarias 'Werkstatt' (es handelte sich um ein Zimmer in einem Silbermonder Gasthaus), ihm wurde aufgetragen Andranath zu fixieren und auf Anweisung von Lildaria auf den provisorischen Operationstisch zu legen. Lildaria kugelte zunächst Andranaths rechten Arm aus und trennte ihn schließlich mit ihrer Hand vollends ab,zumindest war es das was Trakar erkennen konnte...Andranath schrie auf und dunkle Sekrete traten aus der rechten Schulter- "Nun Herr Trakar, legt sie hin....und Frau Andranath, keine Angst. Das Schlimmste steht euch erst noch bevor." Trakar legte Andranath auf den Rücken und fixierte sie an Taille und Brustkorb...ihr Körper verschwand fast unter seinen Pranken. "Was für 'ne Sauerei...." murmelte er und Lildaria stoppte mit Hilfe eines magischen Schildes die Blutung. Die 'Elfe' griff hinter sich und holte einen künstlichen Arm hevor: auf den ersten Blick sah er so aus wie der Arm, den Lildaria soeben von der Verlassenen abgetrennt hatte, erst bei genauerer Betrachtung fielen einem die feinen schwarzen Linien auf. Lildarias Hand klappte hoch und aus ihrem Unterarm fuhren allerlei Werkzeuge und Maschienen heraus welche die Stelle bearbeiteten an welche der künstliche Arm wohl 'angeschlossen' werden sollte. Trakar starrte halb vor Entsetzen und halb vor Neugierde auf die 'Handwerkzeuge' Lildarias. Es wurden Schläuche gelegt zwischen Andranaths Torso und künstlichem Arm und Bolzen eingepflanzt, schließlich legte Lildaria ein paar Hautlappen die zum ursprünglichen Arm gehörten auf die Stelle zwischen Torso und gyromantischem Arm. Plötzlich drangen zwei Metallstäbe aus den Augenhöhlen von Lildaria und brannten die Hautfetzen auf den Arm - Trakar stand der Mund offen. "Haltet sie gut fest, ja?" Lildaria sah nicht auf. Trakar brauchte einen Moment bis er reagierte: "äehm...jaja...natürlich..." Während des ganzen Vorgangs wimmerte Andranath oder schrie ihren Schmerz heraus, schließlich aber beruhigte sie sich etwas als sie das Resultat sah.
"Kann ich sie loslassen..?" fragte Trakar. "Aber ja" Lildaria nickte und Andranath erhob sich langsam und kippte etwas nach rechts aufgrund des ungewohnten Gewichts des Armes. "Ich kann ihn ja noch gar nicht bewegen..?" stellte Andranath fest. "Natürlich nicht: Er muss erst mit der manuellen Kontrolleinheit aktiviert werden, dort der rote Knopf" Lildaria zeigte auf einen roten Knopf auf dem Arm welcher von Andranath gedrückt wurde. Der Arm enthielt eine Uhr, einen sogenannten Schildwall und sollte laut Lildaria sogut wie nicht zu zerstören sein, zudem war er um ein vielfaches stärker als Andranaths fleischlicher Arm. Es handelte sich um Gnomeningenieurskunst, wie Lildaria anpries. Es sei vollkommen unwahrscheinlich, dass er explodierte...
Andranath schien überglücklich zu sein mit ihrer neuen Extremität und versprach sich scheinbar einige Vorteile bei feindlichen Begegnungen mit übermächtigen Entitäten und flüchtigen Verräterinnen an der Krone, auf welche sie derzeit mit erbittertem Eifer Jagd machte...
Trakar schüttelte den Kopf, als er das Gasthaus verließ: "Alles Wahnsinnige!"
In aller Ruhe stieg er auf sein Kriegsmammut und lenkte es zielsicher Richtung Stadttor.



[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.2009 um 02:04.]