Die Hallen der alten Sprache

Die Trolle...

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Verfasst am: 28. 01. 08 [13:56]
ryjina
Kalimdors Späher
Solis Alpinum

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Für interessierte hier einmal der geschichtliche Hintergrund der Trolle. Der Text ist nicht von mir, sondern kopiert. Macht ihn aber nicht weniger interessant.


Vor rund 16.000 Jahren (lange bevor die Nachtelfen törichterweise den Zorn der Brennenden Legion beschworen) herrschten die Trolle über den größten Teil von Kalimdor (das damals noch ein einziger Kontinent war). Es gab zwei Trollreiche, das Reich der Gurubashi im südöstlichen Dschungel und das Reich Amani in den zentralen Wäldern.

Es gab kleinere Stämme, die weit im Norden lebten (in der Region, die wir als Northrend kennen). Die Stämme gründeten eine kleine Nation, die Gundrak hieß, aber nie Größe oder Wohlstand der südlichen Reiche erlangte.

Die Reiche Gurubashi und Amani hegten keine Sympathien füreinander, führten aber selten Krieg. Zu jener Zeit war ein drittes Reich ihr größter gemeinsamer Feind - die Zivilisation Azj'Aqir. Die Aqir waren intelligente Insektoiden, die die Länder weit im Westen beherrschten. Diese intelligenten Insektoiden waren enorm expansionistisch und unglaublich böse. Zwanghaft wollten die Aqir alles Leben, ausgenommen Insekten, von den Feldern Kalimdors tilgen.

Die Trolle kämpften viele tausend Jahre gegen sie, konnten aber nie einen echten Sieg über die Aqir erringen. Schließlich zerbrach das Königreich der Aqir dank der Hartnäckigkeit der Trolle in zwei Teile, denn seine Bewohner flohen und gründeten separate Kolonien weit im Norden und Süden des Kontinents.

Zwei Aqir-Stadtstaaten entstanden - Azjol-Nerub in der nördlichen Wüste und Ahn'Qiraj in der südlichen Wüste. Die Trolle vermuteten zwar weitere Aqir-Kolonien unter Kalimdor, konnten ihre Existenz aber nie beweisen.

Nachdem die Insektoiden in die Verbannung getrieben waren, normalisierte sich das Leben in den beiden Trollreichen wieder. Ihrem bedeutenden Sieg zum Trotz wuchs ihre Zivilisation nicht nennenswert über die ursprünglichen Grenzen hinaus. Aber in alten Schriften ist von einer Splittergruppe von Trollen die Rede, die sich vom Reich Amani abspalteten und ihre eigene Kolonie im Herzen des dunklen Kontinents gründeten.

Dort entdeckten diese tapferen Pioniere den kosmischen Brunnen der Ewigkeit, der sie in Wesen mit ungeheurer Macht verwandelte. Einige Legenden deuten an, dass diese abenteuerlustigen Trolle die ersten Nachtelfen gewesen sein könnten, doch wurde dafür nie ein Beweis gefunden.

Mojo, maan!
Verfasst am: 28. 01. 08 [13:56]
ryjina
Kalimdors Späher
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Der Fall der Imperien:

Abgesehen von ihrer nebulösen Herkunft steht jedoch fest, dass die Nachtelfen kurz nach Entdeckung des Brunnens der Ewigkeit an die Macht gelangten. Wiewohl die Trolle versuchten, sie an der Ausweitung ihrer Territorien zu hindern, errichteten die Nachtelfen ein mächtiges Reich, das sich rasch über das urzeitliche Kalimdor ausbreitete. Mit schlagkräftigen Magien, die sich die abergläubischen Trolle nie hätten träumen lassen, schafften die Nachtelfen mühelos, was den bösen Aqir versagt geblieben war: Sie führten den Untergang der beiden größten Weltreiche herbei.

Die Nachelfen schalteten systematisch Verteidigung und Nachschubwege der Trolle aus. Da die Trolle der zerstörerischen Magie der Nachelfen nichts entgegenzusetzen hatten, erlagen sie dem Ansturm. Die Nachtelfen erwiesen sich in jeder Hinsicht als ebenso listenreich und blutrünstig wie die wilden Trolle - und zogen sich damit auf ewig deren Hass und Verachtung zu. Die Reiche Gurubashi und Amani zerbrachen binnen weniger Jahre.

Schließlich fielen die Nachtelfen jedoch den arkanen Feuern zum Opfer, die sie beherrschen wollten. Ihr tollkühner Einsatz der Magie hatte die Brennende Legion auf die Welt gelockt. Die Dämonen zerstörten die Zivilisation der Nachtelfen zu großen Teilen. Es gibt zwar keinerlei Aufzeichnungen, dass die Legion eine der beiden Troll-Zivilisationen angriff, wahrscheinlich ist jedoch, dass auf dem gesamten Kontinent gekämpft wurde.

Am Ende dieses schrecklichen Konflikts - der als 'Krieg der Urtume' bezeichnet wird - implodierte der Brunnen der Ewigkeit. Die resultierende Druckwelle zerschmetterte die große Landmasse von Kalimdor. Das Zentrum des riesigen Kontinents versank im Meer, zurück blieben nur einige Bruchstücke von Kontinenten.

Aus diesem Grund existieren noch heute große Teile der Reiche Amani und Gurubashi in den Ländern Quel'Thalas und Stranglethorn. Die Azj'Aqir-Königreiche Azjol-Nerub und Ahn'Qiraj haben ebenfalls bis heute in Northrend und Tanaris überlebt.

Beide Troll-Zivilisationen erholten sich von der ungeheuren Zerstörung, die über ihre urzeitliche Welt gekommen war. Die unermüdlichen Trolle bauten ihre verwüsteten Städte wieder auf und schickten sich an, einen Teil der einstigen Macht zurückzuerobern.

Mojo, maan!
Verfasst am: 28. 01. 08 [13:57]
ryjina
Kalimdors Späher
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So ging es bei den Gurubashis weiter:


Der Zorn des Seelenschinders:

Die langen Jahrhunderte nach der großen Teilung der Welt waren für das Volk der Trolle nicht leicht. Hungersnöte und Angst waren in den verwüsteten Königreichen an der Tagesordnung. Die Gurubashi-Trolle griffen zu verzweifelten Mitteln und suchten Unterstützung bei alten mystischen Kräften. Beiden Königreichen der Trolle war der Glaube an ein großes Pantheon primitiver Götter zu Eigen, doch die Gurubashi gerieten in den Bann des Dunkelsten.

Hakkar der Seelenschinder, ein übler, blutrünstiger Geist, hörte den Ruf der Trolle und beschloss, ihnen zu helfen. Hakkar teilte mit den Gurubashi seine Geheimnisse des Blutes und half ihnen, ihre Zivilisation über weite Teile von Stranglethorn und bestimmte Inseln der südlichen Meere auszuweiten. Hakkar hatte ihnen zwar große Macht beschert, doch forderte er unablässig mehr für seine Mühe.

Der blutrünstige Gott forderte täglich, dass ihm Seelen geopfert würden. Er träumte vom Zugang zur materiellen Welt, auf dass er das Blut aller sterblichen Kreaturen verschlingen könnte. Bald wurde den Gurubashi klar, mit was für einer Kreatur sie sich da eingelassen hatten - und sie wandten sich gegen ihn. Die stärksten Stämme erhoben sich gegen Hakkar und seine loyalen Priester - die Atal'ai.

Von dem schrecklichen Krieg, der zwischen Hakkars Anhängern und dem Rest der Gurubashi-Stämme ausbrach, wird nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert. Das aufstrebende Reich zerbrach an der zwischen dem wütenden Gott und seinen aufsässigen Kindern entfesselten Magie. Als der Kampf bereits aussichtslos schien, konnten die Trolle Hakkars Avatar doch noch vernichten und ihn von der Welt verbannen.

Sogar seine Atal'ai-Priester wurden schließlich aus der Hauptstadt Zul'Gurub vertrieben und mussten in den unerforschten Sumpfländern im Norden ein karges Dasein fristen. In diesen schattigen Marschen erbauten sie einen großen Tempel für Atal'Hakkar, ihren gefallenen Gott, wo sie das Werk ihres Meisters fortsetzen konnten ...

Der Rest der Gurubashi-Stämme ging getrennte Wege, nachdem ein Bürgerkrieg ihre Länder verheert hatte. Die Stämme der Skullsplitter, Bloodscalp und Darkspear zogen aus, um sich Gebiete in den ausgedehnten Dschungeln von Stranglethorn zu erobern. Zwar herrschte nun ein brüchiger Friede in dem zerbrochenen Reich, doch gab es nicht wenige, die von einer Prophezeiung sprachen, nach der Hakkar eines Tages wiedergeboren und die Welt an diesem Tag ganz verschlingen würde.


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.2010 um 00:15.]

Mojo, maan!
Verfasst am: 10. 02. 10 [00:22]
ryjina
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So bei den Amanis:

Die Amanitrolle schafften es ihr Königreich wieder einigermaßen aufzubauen und zu einer gewissen Größe und Wohlstand zu kommen.

Während die Hochelfen unter dem brutalen Ansturm der Trolle ums Überleben kämpften, bemühten sich die versprengten nomadischen Menschen von Lordaeron, ihre eigenen Stammesländer zu konsolidieren. Die Stämme der frühen Menschen Überfielen gegenseitig ihre Siedlungen und gaben nichts auf Ehre oder Zusammenhalt des Volkes.

Doch ein Stamm, Arathi genannt, erkannte, dass man die zunehmende Gefahr durch die Trolle nicht mehr ignorieren konnte. Die Arathi wollten alle Stämme unter ihrer Herrschaft vereinen, damit sie sich den Kriegsmeuten der Trolle mit einer Einheitsfront entgegenstellen konnten.

Im Lauf von sechs Jahren gelang es den Arathi, die rivalisierenden Stämme zu überlisten und zu unterwerfen. Nach jedem Sieg boten die Arathi dem eroberten Volk Frieden und Gleichheit an. Auf diese Weise sicherten sie sich die Loyalität der Besiegten. Schließlich setzten sich die Arathi aus vielen verschiedenen Stämmen zusammen und verfügten Über ein riesiges Heer.

Da die Kriegsherren der Arathi der festen Überzeugung waren, dass sie gegen die Kriegsmeuten der Trolle und, falls erforderlich, sogar gegen die einsiedlerischen Elfen bestehen konnten, beschlossen sie, in der südlichen Region von Lordaeron eine mächtige befestigte Stadt zu errichten. Dieser Stadtstaat namens Strom wurde zur Hauptstadt von Arathor, der Nation der Arathi. Je mehr Arathors Wohlstand wuchs, desto mehr Menschen reisten Über den riesigen Kontinent und suchten Schutz und Sicherheit in Strom.

Die unter einem Banner vereinigten Stämme der Menschen begründeten eine starke, optimistische Kultur. Thoradin, der König von Arathor, wusste wohl, dass die geheimnisvollen Elfen in den Ländern des Nordens unablässig von den Trollen belagert wurden, wollte sein Volk aber keiner Gefahr aussetzen, indem er einsiedlerische Fremde verteidigen half. Viele Monate vergingen, bis Gerüchte Über eine angebliche Niederlage der Elfen von Norden eintrafen. Aber erst als erschöpfte Botschafter aus Quel'Thalas in Strom eintrafen, wurde Thoradin klar, wie groß die Gefahr, die von den Trollen ausging, wirklich war.

Die Elfen ließen Thoradin wissen, dass die Armeen der Trolle riesig waren und die Trolle ganz gewiss die Südländer angreifen würden, wenn sie Quel'Thalas erst einmal zerstört hatten. Die verzweifelten Elfen, die dringend militärischer Unterstützung bedurften, willigten hastig ein, bestimmte auserwählte Menschen den Umgang mit der Magie zu lehren, falls diese ihnen gegen die Kriegsmeuten beistanden.

Thoradin, der jeder Form von Magie misstrauisch gegenüberstand, sagte den Elfen in Ermangelung von Alternativen seine Hilfe zu. Unmittelbar danach trafen Elfen-Zauberhexer in Arathor ein und unterwiesen eine Gruppe Menschen im Gebrauch der Magie.

Die Elfen stellten fest, dass die Menschen im Umgang mit der Magie zwar ungeübt waren, aber eine erstaunliche natürliche Affinität dafür besaßen. Einhundert Menschen wurden in die Grundzüge der magischen Geheimnisse der Elfen eingeführt: nicht mehr, als unbedingt erforderlich waren, um gegen die Trolle zu kämpfen. Als die Elfen Überzeugt waren, dass ihre menschlichen Schüler im Kampf nützlich sein konnten, verließen sie Strom und reisten mit den mächtigen Armeen von König Thoradin nach Norden.

Die vereinigten Armeen von Elfen und Menschen stießen am Fuß des Alteracgebirges auf die Überlegenen Kriegsmeuten der Trolle. Die Schlacht währte viele Tage, aber die unerschütterlichen Armeen von Arathor blieben unermüdlich und wichen keinen Schritt vor dem Ansturm der Trolle zurück. Den Elfenlords schien die Zeit reif, die Macht ihrer Magie gegen den Feind zu entfesseln.

Hundert Menschenmagi und eine Vielzahl von Zauberhexern der Elfen riefen die Wut des Himmels herab und ließen Feuer auf die Armee der Trolle regnen. Die Elementarfeuer verhinderten, dass die Trolle ihre Verletzungen heilen konnten, und verbrannten ihre geschundenen Leiber von innen heraus.

Dann endlich stoben die Armeen der Trolle auseinander und wollten fliehen, doch Thoradins Soldaten hetzten sie und metzelten sie bis auf den letzten Mann nieder. Von dieser Niederlage erholten sich die Trolle nie mehr; ihre Tage als starke Nation waren endgültig gezählt. In der Gewissheit, dass Quel'Thalas sicher war, schworen die Elfen der Nation Arathor und dem Geschlecht des Königs Thoradin ihre Treue. Menschen und Elfen lebten fortan Jahrhunderte lang in friedlicher Verbundenheit.

Mojo, maan!
Verfasst am: 10. 02. 10 [00:22]
ryjina
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*mal nach oben zerr*

Ich wurde im Spiel nach der Geschichte der Trolle gefragt und da es ja den Beitrag hier gibt, verweise ich einfach hierhin, hehe.

Mojo, maan!