Die Hallen der alten Sprache

Kindheitserinnerungen

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Verfasst am: 25. 03. 09 [15:24]
xrylk
Kalimdors Späher

[Themenersteller]
Dabei seit: 16.04.2007
Beiträge: 1626

Rauch brennt in ihren Augen...
Staub und Dreck verstopft ihr Mund und Nase...


Regungslos liegt die junge Blutelfe, sie mag vielleicht 10 Sommer erlebt haben, in den Überresten ihrer Elternhauses. Nur ihre Augen huschen wie aufgescheuchte Karnikel von links nach rechts, als suchten sie einen Ausweg aus diesem Albtraum.

Ein dünner Blutfaden bahnt sich langsam seinen Weg über ihre Stirn in Ihr Gesicht. Dies scheint sie ebensowenig zu regestrieren, wie der Dachbalken, der sie gnadenlos am Boden festhält.

Sie weiss sie sind da draussen - dies ist der Gedanke die sie alles andere vergessen lässt und ihr Blut in den Adern gefrieren lässt.


Draussen hallen Schreie durch die Nacht und werden gelegentlich von einer dröhnenden Explosion unterbrochen. Feuerbälle und Blitze zucken durch die Nacht und enthüllen für kurze Augenblicke den Schrecken der sich unerbitterlich auf die Tore von Silbermond zubewegt

Beherzt werfen sich die wenigen überlebenden Verteidiger den Angreifern entgegen. Aber für jeden gefällten Angreifer erreichen zwei neue das Schlachtfeld. Elfen sterben und erheben sich kurz darauf wieder, um sich den Reihen der Feinde anzuschließen.

Esmerenda wagt kaum zu atmen. Wenn sie nicht leise ist, würden sie sie hören. Sie sind schon ganz nah!

Eine einzelne Träne läuft ihre kleine, verdreckte Wange hinunter und sie klammert sich fester an ihren Stoffhasen, der einzige der mutig genug ist, ihr hier beizustehen.

Sie weiss das der Vater bald kommen wird um sie und Hoppel zu retten, sie glaubt so fest daran. Nur noch ein wenig tapfer sein. Bald ist er da...


" Rückzug! Zurück in die Stadt! Los los los!"

Als sich das große Tor mit einem gewaltigen Knall wieder schließt, setzt auch ihr Herz einen Augenblick aus. Es wird still.

Sie wünscht sich so sehr das es die Schritte der Mutter sind, die sich ihr nun nähern......


(Fortsetzung folgt)


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.2009 um 14:23.]

Aus der Finsternis des zukünftig Vergangenen sehnt der Magier sich nach Licht. Einen Weg heraus zwischen zweierlei Welten - Feuer, zieh´ mit mir
Verfasst am: 02. 02. 10 [15:02]
xrylk
Kalimdors Späher

[Themenersteller]
Dabei seit: 16.04.2007
Beiträge: 1626

Wenn man die Scholare fragt ob zuerst der Tag oder die Nacht existierten, ob zuerst das Licht oder die Finsterniss dagewesen ist.. Niemals würde man Einigkeit in den Antworten finden - nur in einem Punkt werden sie sich einig sein. Wo Licht ist da ist auch Schatten - so war es immer gewesen und so wird es auch immer sein........



Gedankenverloren und der Ohnmacht nahe, taumelte das zierliche Elfenkind durch die zerstörten Flüstergärten. Den Hasen hält sie dabei wie einen Schild vor sich. Sie weiss das die Untoten ihn fürchten. Er hatte sie schon einmal verjagt,als sie kamen um sie zu holen.

Wenn sie nur zu den Toren zur innenstadt gelangen könnte. Dort wäre sie sicher. Ihre Mutter wartete dort sicher auf sie und ihr Vater würde ganz schrecklich stolz auf sie sein, weil sie kaum geweint hat.

So trugen ihre kleinen, zerschundenen Füße sie weiter über verbrannte Erde. Ohne es zu merken passierte sie mehrere verbrannte Kadaver deren Arme hilfesuchend gen Himmel gestreckt waren, als ihnen bewusst wurde, das niemand kommen würde um ihr Leben zu retten.

Leblose Augen richteten sich auf das Kind, Zähne wurden gefletscht, aber niemand wagte sich an die junge Sin´Dorei herran.

Einige der Untoten wichen gar von ihr zurück. Sie spürten es.

Die tiefschwarzen Augen waren selbst für die hirnlosen Diener der Geissel Warnung genug- dieses Kind war nicht ihr Opfer.

Erst als ein Schatten sich über ihr Gesicht legte, blickte sie auf. Vor ihr befand sich das große, prunkvolle Tor was diesen Teil der Stadt mit dem Basar verband.

Oben auf den Zinnen blickten erstaunte Gesichter zu ihr hinab.

Befehle wurden Gerufen und das rattern eines Mechanismuses war zu hören.

Esmerenda lächelte und schloß die Augen. Dann riss sie die Finsterniss hinfort.

Aus der Finsternis des zukünftig Vergangenen sehnt der Magier sich nach Licht. Einen Weg heraus zwischen zweierlei Welten - Feuer, zieh´ mit mir