natoth
Solis Alpinum
Dabei seit: 25.11.2007 Beiträge: 556
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Nach langer Abwesenheit öffnet der Priester die Türe zum Yeti und betritt die Gaststätte.
Sein Blick ist wie immer grantig und düster, gerade so, als wolle er Horjug den Wirt sofort für irgendeinen gerade gedrehten Blödsinn (was immer wieder passiert) bestrafen, indem er ihm mit seinem Stock immer wieder auf den Kopf haut, in der Hoffnung ihm damit ein wenig Intelligenz einbläuen zu können.
Der Orc hinter der Theke erkennt den Verlassenen sofort und auch seine Mimik und Gestik.
"Ohh, edler Herr Natoth, lange nicht mehr gesehen.
Wie ist das werte befinden?
Ihr seht ja.....ähhh.....blendend aus." *schluckt*
"Wir haben euch sehr vermisst."
Hoffnungsvoll blickt er den Steinadler an, um zu sehen ob dieses Geschleime ihn eventuell beschwichtigen kann.
Wie durch ein Wunder ziehen sich beide Mundwinkel des Heilers nach oben und formen sich zu einem Grinsen.
"Ach Horjug, mach dir nicht ins Hoserl." *grinst noch um eine Spur breiter*
"Und spar dir dein Gekrieche. Das wird dir bei deinem nächsten Fauxpas auch nicht den Hintern retten.
Für den Moment kannst du dich entspannen, denn auch ich bin äußerst entspannt.
Dein Glück, denn ich bin gerade erst von einer langen, interessanten und erholsamen Reise zurück gekehrt, demnach gehts mir ausgesprochen schlecht." *freut sich*
"Zuerst das lustige Alpine Treffen im Wald von Elwynn, danach ein relaxter Urlaub im südlichen Schlingendorntal und als krönenden Abschluss die alljährliche mehrtägige Party der Apothekervereinigung Unterstadt in den Ruinen von Lorderon.
Ach, ein herrlicher Monat." *seufzt und starrt ins Weite*
Horjug traut seinen Augen und Ohren nicht wirklich, zögert einen kurzen Moment, entspannt sich dann aber sichtlich und atmet erleichtert aus. Puuh!
Ermutigt durch die gute Laune der Lebenslinie, wagt Horjug einen Witz, um das Gespräch weiter zu führen.
"Na, altes Klappergestell, keine Knochen auf der langen Reise verloren?"
Wie von Geisterhand gesteuert, ist es plötzlich muxmäuschenstill in der Taverne.
Alle Gäste schauen abwechselnd auf Horjug, dann wieder auf Natoth.
Horjug schluckt. Sein anfängliches Grinsen, um dem Witz mehr Würze und einen Startkick zu verleihen, verändert sich von Sekunde zu Sekunde ins ängstlich-nervöse.
Als wolle er den Moment wirken lassen, starrt der Priester weiterhin ganz ruhig in sein Narrenkästchen.
Horjug wird zusehens unruhiger.
"Horjug", sagt der Verlassene plötzlich, während er weiterhin auf seinen Punkt starrt, "du scheinst deine Grenzen nicht zu kennen.
Wage es nicht übers Ziel hinaus zu schießen, oder soll ich mal in deine Gedanken eindringen?"
Horjug wird kreidebleich.
"Soll ich da mal ordentlich aufräumen?
Soll ich den Gästen hier von deinen Ängsten, Träumen und tiefsten Abgründen erzählen?"
"NEIN! Um Gottes Willen, bitte nicht. Verzeiht, ich habs ja nicht so gemeint. Alles nur das nicht.", sagt der Wirt.
Natoth wendet seinen Blick dem Wirt zu und richtet den Zeigefinger seiner rechten Hand auf ihn.
"Dann lerne deine Grenzen zu erkennen und zeige den nötigen Respekt."
"Jawohl, jawohl, natürlich, verzeihung, es wird nicht wieder vorkommen."
Der Steinadler senkt die Hand und setzt sie zum abstützen auf die Theke.
"Nun gut, dann bring mal ein Glas Traubensaft und erzähl mir von den Neuigkeiten hier."
"Tja, viel ist ja nicht passiert. Die 2 Goblins da drüben sind wohl das erwähnenswerteste."
"Sind das deine Freunde?", fragt Natoth.
"Waas? Nein, nein, ich habe keine Freunde,*wird nervös* ähhh, ich meine ich habe keine so kleinen Freunde, *denkt nach* ähhh, ich meine bis auf ein paar wenige wie zB. Aerven oder Paminaxx, *wird unsicher* ähhh, ist doch OK wenn ich ein paar von denen mag, oder?"
"Ach Horjug."
Der Verlassene schmunzelt und schüttelt den Kopf.
"Wie leicht du aus der Fassung zu bringen bist.
Dich hätte ich gerne gesehen, wenn du damals mit uns vor den Lichkönig getreten wärst um ihn herauszufordern.
Und dieses dauernde Schwanken zwischen "Übers Ziel hinaus schießen" und Unterwürfigkeit.
Du solltest dir mal ein Rückgrat besorgen und versuchen einfach "normal" zu sein.
Wer deine Freunde sind, das wird dir niemand vorschreiben, demnach brauchst du mich auch nicht fragen."
Natoth sieht den Wirt an, runzelt die Stirn und fragt sich, ob sich der Orc hinter der Theke irgendwann mal ein wenig ändern wird.
Trotzdem mag er ihn irgendwie, ist er doch immer für eine Überraschung gut.
"Sei beruhigt Horjug, heute hab ich ausgezeichnet schlechte Laune, daran wirst auch du nichts ändern können.
Kümmer dich gut um unsere Gäste hier, ich schau mal zu den Fremden Kleinen da drüben."
Der Alpine Heiler hinkt zum Tisch der Neuankömmlinge und verbeugt sich huldvoll.
"Sylvanas zum Gruße !!
Darf ich mich vorstellen. Mein Name ist Natoth, Steinadler von Solis Alpinum."
Die Goblins stellen sich vor, man wechselt höflich ein paar Floskeln, worauf hin sich der Verlassene zu den beiden an den Tisch setzt.
Es wird lange geplaudert und dabei berichten Asn und Isni von ihren Abenteuern, aber auch von ihrem Wunsch sich den Alpinen anzuschließen.
Geduldig lauscht der Priester den Ausführungen der beiden und sagt schließlich:
"Nun gut ihr Zwei, das klingt alles sehr interessant.
Ich werde euer Ansuchen mit den anderen zwei Steinadlern besprechen.
Sobald wir darüber entschieden haben, werden wir es euch wissen lassen.
In der Zwischenzeit könnt ihr euch gerne hier in der Taverne aufhalten, dann wissen wir auch wo wir euch finden können.
Horjug wird euch ein Zimmer geben, betrachtet euch derweilen als Gäste der Alpinen.
Vielleicht sieht man sich ja auch öfters mal auf gemeinsamen Abenteuern, um sich noch besser kennen zu lernen und Ausrüstung und Kampftechnik zu verbessern.
Eines müßt ihr nämlich bedenken.
Ein Alpiner zu werden ist eine Ehre, ein Privileg und nur den Besten vorbehalten.
Bereitet euch also gut vor, denn harte Prüfungen werden auf euch warten."
Mit einem Zug trinkt Natoth den Rest des Traubensaftes aus, steht auf und verbeugt sich erneut.
"Leider muß ich mich nun verabschieden.
Die Dunkle Fürstin schütze euch beiden einstweilen.
Schlechten Tag noch !!"
Am Weg Richtung Ausgang blickt Natoth nochmal zu Horjug.
Als würde dieser das spüren blickt er auch in Richtung Natoth.
Der Priester zwinkert dem Wirt zu und verlässt die Taverne.
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 07.09.2011 um 14:53.]
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