Die Hallen der alten Sprache

Der Untergang des Lichkönigs

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Verfasst am: 25. 11. 10 [16:15]
natoth
Solis Alpinum

Dabei seit: 25.11.2007
Beiträge: 595

Die Nacht war schon hereingebrochen, dennoch herrschte in Dalaran reges treiben.
Dies war keine Seltenheit, sondern eher Normalität, seitdem sich die meisten Abenteurer Azeroths vor vielen Monden in die kalten Breiten Nordends begeben haben, um sich der drohenden Gefahr zu stellen.
Die Geißel sammelte ihre Kräfte und stand vor den Toren unserer Heimat, angeführt von deren König - Arthas.
Es gab nur eine Lösung.
Der Lichkönig mußte vernichtet werden, koste es was es wolle, zum Wohle der friedlichen Bevölkerung Kalimdors und den Östlichen Königreichen.
Auch die Alpinen waren sich dessen bewußt, zögerten nicht lange und eilten damals der Horde zu Hilfe, im Kampf gegen das Böse.
Ein lange Reise ins Ungewisse stand bevor, doch mutig und entschlossen stellten sie sich dieser Herausforderung.

"Vielleicht wartet der Tod, vielleicht kehren einige nicht mehr zurück, vielleicht werden wir scheitern,
aber dennoch - es muß sein", schrie Ahorn voller Inbrunst beim besteigen des Zeppelins, mutig wie es nur ein Krieger und Anführer sein kann.
Doch dies ist lange her...........


Urplötzlich und unerwartet hörte man ein dumpfes, weit entferntes Rumpeln, gefolgt von einem leisen, anhaltenden Grollen.
Die Einwohner Dalaran´s zuckten zusammen, blieben stehen und lauschten angestrengt diesem Geräusch, in der Hoffnung erkennen zu können, was dies wohl sein könnte.
So weit weg und dennoch hörbar.
Etwas gewaltiges mußte passiert sein, wenn man es selbst in der schwebenden und hektischen Stadt deutlich wahrnehmen konnte.
Doch dies war nicht alles.
Kaum war der erste Schock überwunden, begann Dalaran plötzlich leicht zu zittern.
Dies steigerte sich im Sekundentakt zu einem mittleren Beben, bis es nach kurzer Zeit genauso schnell wieder aufhörte, wie es begonnen hat.
Leichte Panik brach aus und die ängstlicheren Dalaranier begannen zu schreien und zu laufen.
Wohin wußten sie in diesem Moment gar nicht, einfach mal weg, kreuz und quer, wie aufgescheuchte Hühner.

"Was war das?", riefen viele.
"Das müssen die Elemente sein, die vor kurzem Azeroth in Angst und Schrecken versetzt haben.
Nun sind sie auch nach Nordend gekommen", schrie einer von den älteren Bürgern.
"Wir werden alle sterben!", antworteten einige darauf.

"RUHEEE !!", hörte man plötzlich eine laute Stimme aus der Menge rufen.
"Hört mir zu, ich werde euch erklären was passiert ist."
Tatsächlich beruhigte sich die Stimmung ein wenig.
Zu neugierig waren viele, wer hier das Wort ergriffen hat und welche Lösung dieser jemand ihnen nun bieten wollte.
Ein Priester bestieg den Brunnen vor der Bank von Dalaran.
Selbst für einen Verlassenen wirkte er ziemlich alt.
Dies konnte man an seiner extrem gebückten Haltung und dem wenig verbliebenen modernden Fleisch auf seinen Knochen leicht erkennen.

"Habt keine Angst, alles ist in bester Ordnung !!
Mein Name ist Natoth, Lebenslinie von Solis Alpinum.
Euer Gefühl hat euch nicht getäuscht, etwas gewaltiges ist passiert.
Aber nicht wie ihr es befürchtet habt, im Gegenteil.
Das Grollen war der Anfang einer neuen Zeit. Eine Zeit voll des Friedens hier in Nordend.
Was ihr gehört und gespürt habt, war das Ende einer bösen, bedrohlichen Macht.
Die Kräfte die das Gleichgewicht nun wieder hergestellt haben, ließen die Erde erzittern und den oberen Teil der Eiskronenzitadelle zum Einsturz bring.
Ja, Arthas ist TOT - erschlagen von den Alpinen und ihren Weggefährten !!"
Ein Raunen geht durch die Menge, fast noch unheimlicher als das Beben kurz zuvor.
Mit einem mal begannen die Lauschenden zu schreien und zu johlen.
Erleichterung war in ihren Kehlen zu spüren.
Der Priester war zufrieden und lächelte, ungewöhnlich für einen Diener Sylvanas.
Kurz genoß er diesen Jubel, ehe sich seine Gesichtszüge wieder versteinerten und er seine Arme austreckte,
um erneut um etwas Ruhe zu bitten.


"Vor langer Zeit sind wir hierher gekommen, mit dem einen Ziel, den Lichkönig vom seinem Thron zu stoßen.
Dies haben wir nun geschafft und unser Versprechen eingelöst.
Es war ein langer, beschwerlicher Weg, das kann ich euch sagen, aber wenn ich nun auf euch blicke und die Erleichterung und Hoffnung in euren Augen sehe, dann hat es sich wahrlich gelohnt.
Ich bin stolz, stolz auf uns - die Alpinen, auf das Durchhaltevermögen in schweren Zeiten und auf das erreichen unseres Ziels.
Es war nicht immer einfach.
Wir mußten uns vielen Gefahren und Gegnern stellen, ehe wir Arthas gegenübertreten und ihn besiegen konnten.
Viele seiner Schergen schickte er uns entgegen, doch wir meisterten jede dieser Herausforderungen, lernten dazu, verbesserten uns und wurden stärker.
"Kel´Thuzad" in Naxxramas, "Yogg-Saron" in Ulduar, "Anub´arak" in der Prüfung der Kreuzfahrer, "Onyxia" in ihrem Hort, "Sartharion" im Obsidian-Sanktum und sämtliche Haustiere des Lichkönigs in der Eiskronenzitadelle - alle mußten sterben, getötet von der geballten Kraft der Alpinen.
Oftmals versagten wir dabei, bluteten und starben, aber unsere Entschlossenheit, Freundschaft und Ehre ließ uns immer wieder aufstehen, weitermachen und schlußendlich siegen.
Wie immer machten wir dies auf unsere eigene Art und Weise, ließen uns nichts einflüstern, sondern lernten bei jedem Kampf dazu, analysierten und entwickelten unsere eigenen Taktiken.
Auch wenn diese manchmal unorthodox erschienen und es zweifellos länger gedauert hat diverse Ziele zu erreichen, blieben wir dennoch standhaft und gingen am Ende immer als Sieger hervor.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Freunden der Alpinen recht herzlich bedanken, die uns im Laufe der Zeit bei unseren Abenteuern hin und wieder begleitet haben, allen voran Nachtherrin Skádis, die uns beim finalen Schlag gegen Arthas mit ihren Heilkräften zur Seite gestanden ist."
Natoth verbeugt sich huldvoll.

"Doch bei all der Freude über den momentanen Sieg und das wiedererlangen von Frieden und Freiheit, dürfen wir die drohende, neue Gefahr für Azeroth nicht vergessen.
Nordend sollte nun sicher sein, aber die Alte Welt steht vor einem neuen Zeitalter, am Abgrund einer neuen Bedrohnung.
Die Gerüchte die ihr gehört habt sind wahr. Dies kann ich euch bestätigen.
Die Elemente haben etwas sehr, sehr Altes wieder erweckt.
Aus diesem Grund werden wir, Solis Alpinum, schon bald die eisigen Weiten hier verlassen und unserer Heimat im Süden zu Hilfe eilen.
Mit all unserer Macht, Stärke und Entschlossenheit werden wir uns erneut in die Schlachten werfen und dort auftauchen, wo wir am dringensten gebraucht werden.
Für die Verlassenen !!
Für die Horde !!"

Der Verlassene streckt beide Arme in die Höhe, murmelt ein paar Zeilen und levitiert vom Brunnen wieder runter.
Höflich verbeugt er sich nochmal inmitten der Menge, schüttelt ein paar Hände und hinkt klappernd in Richtung Greifenmeister davon.



((Geil wors mit euch Jungs und Mädls durch Nordend zu stapfen.
Danke für die vielen schönen und sehr lustigen Stunden.
I gfrei mi schon auf Cataclysm und die kommenden Abenteuer mit euch allen.))
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