Die Hallen der alten Sprache

Gildentreffen 2011 - Ein Bericht

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Verfasst am: 16. 08. 11 [18:17]
zwahorn
Solis Alpinum

[Themenersteller]
Dabei seit: 30.11.2007
Beiträge: 341

Zwahorn erzählt vom Gildentreffen

Tag 1
Langsam bricht die Dämmerung über Azeroth herein, als Zwahorn von seinem schwarzen Kriegskodo absitzt und zusammen mit Lavignia den Lageplatz der Alpinen betritt. Natoth, Rabentag und Crenshinibon sind schon da und nach dem Austausch freundlicher Grußformeln fragt der Taure: "Sehr fein sieht das hier alles aus, wann kommen denn die anderen?" Mit knarrender Stimme antwortet Natoth: "ACH! Dein nichtsnutziger Bruder Ahorn hat natürlich wiedermal das erste Landungsboot verpasst! Ich würde ihn ja würgen, wenn meine Muskeln nicht schon längst verrottet wären, aber da lass ich mir schon noch was einfallen, warte nur! Kuada, Aerven, Bromelia und Allandra kommen gleich, Dirrly und Djallija stoßen später zu uns." Nach einem zustimmenden Nicken von Zwahorn fährt Natoth fort: "Hör zu, auf dem Weg hierher hatten wir schon Kontakt mit so einem Jäger der Allianz und seinem Hundsvieh, ein ganz grün gewandeter Zwerg war das, der dachte wohl wir bemerken ihn mit seiner lächerlichen Tarnung nicht! Ich wollte ihm noch erklären, dass wir sowieso einen temporären Waffenfrieden mit der hiesigen Allianzwache geschlossen hatten, aber da ist er schon auf und davon gelaufen, trotz seiner zittrigen Knie. Naja, gelaufen ist etwas schmeichelhaft, war wohl mehr ein 'schnelles Watscheln' und dann..." Doch Natoth's Ausführungen werden je von einer donnernden Taurenstimme unterbrochen: "WAS?!? WO IST DIESER ZWERG!? Dem schneid' ich doch glatt seine Knollennase mit Höllschrei's Axt aus dem Gesicht! WO IST ER?!?" "Beruhige Dich, Ahorn, Waffenstillstand, schon vergessen?" versucht Zwahorn seinen Bruder zur Vernunft zu bringen. Tatsächlich beruhigt sich der große Taure recht schnell und erdrückt kurz darauf fast mit einer Umarmung seine Offiziere. Nachdem Natoth seine Knochen wieder sortiert hat und Zwahorn wieder genug Luft in seine Lungen gepumpt hat, inspizieren die drei Steinadler gemeinsam das Lager. Inzwischen erzählt Ahorn, das er das erste Landungsboot nur deshalb verpasst hat, weil er und sein Kumpane letzte Nacht in Donnerfels dauernd von irgendwelchen Halbstarken im Baumstammweitwurf herausgefordert wurde und der Sieger jedes Mal einen Krug 'Dunkelmondspezialmischung" spendiert bekommen hat. Selbstverständlich ist es auch Taurenehre und -pflicht, das gewonnene Getränk bis auf den letzten Tropfen auszutrinken und so sind dann doch einige Liter zusammengekommen...

Die Gildenoffiziere stellen fest, dass das Lager sauber aufgeräumt ist, ein großes Lagerfeuer schon in einem dem Hordezeichen nachempfundenen Steinkreis lodert, die Zelte aufgebaut und alle Wachen postiert sind. Kurz darauf nähert sich die Untote Crenshinibon dem Trio und überreicht jedem der verdutzten Steinadler einen Talisman mit den Worten "Vielen Dank für die Führung der Gilde! Wir können stolz auf unsere Errungenschaften sein und können mit großem Stolz unser Wappen tragen!" Die so Beschenkten sind offensichtlich ein wenig verlegen und stammeln ein paar Dankesworte, als ein Ruf einer Wache sie ereilt: "Delegation der Allianz im Anmarsch!" Wohl oder übel müssen die Gildenoberhäupter die Delegation empfangen und Natoth übernimmt die Rolle des Wortführers: "Grüße, was gibt es denn?" Mit großen Augen betrachten die zwei Allianzler das große Lager der Alpinen: "Nun, wir haben Kenntnis erhalten, das ihr hier das Wild verjagt und unsere Jäger sind darüber sehr erzürnt." Nach einem kurzen Wortwechsel und der Erwähnung des im Vorfeld vereinbarten Waffenfriedens kann Natoth die beiden Allianzler aber wieder ihres Weges schicken. Vermutlich hat aber auch die waffenstarrende Versammlung im Hintergrund und das gemurmelte "Auch Jäger können zu Gejagten werden..." von Ahorn sein Übriges dazu beigetragen.

"Nachdem diese Lästigkeiten geklärt sind, können wir ja endlich zum angenehmen Teil des Treffens übergehen!" Mit dieser Verkündung gibt Natoth das Lagerfeuer zur Verwendung als Kochstelle frei und der Lustbarkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Der Duft von 'Heißen Hetzern', 'Rippchen der Mok'Nathal', 'Gegrilltem Drachen' und ähnliches erfüllt die Luft und man hört überall das wohltuende Geräusch von Bierkrug auf Bierkrug mit einem begleitenden "Prost!" oder "SOLIS!". Natürlich ist unter den Köstlichkeiten auch die eine oder andere 'Schwarzgebratene Überraschung' dabei.

Lavignia teleportiert kurz weg, um mit einem Portal Moonsk und Kinthoras herzuholen, in etwa zeitgleich treffen Morrion und Devotia ein und Aerven bringt auch noch Djallija (mit einem kleinen Trollmagier) und Dirrly zum Lagerplatz - die beiden haben eine lange Reise von der Scherbenwelt nach Azeroth hinter sich! Die Freude ist natürlich riesig, überschwengliche Begrüßungen und schüchternes Lächeln wechseln sich ab, Angebote zum Essen ("Probier mal das!", "Zartes Fleisch, nicht wahr?", etc.) und Trinken ("Das gibt's in der Scherbenwelt nicht, oder?", "Das putzt den Rachenraum mal ordentlich durch, hm?", etc.) sind laut hörbar und die Feier ist im vollen Gang! Als Kuada dann auch noch ihr selbstgebrautes Kungaloosh der Runde anbietet - und den Steinadlern jeweils ein extra Fläschchen schenkt - ist das Glücksgefühl perfekt. Allerdings fällt auf, das die Verweildauer der Kungaloosh-Flasche bei Djallija signifikant erhöht ist...

Natürlich werden im Laufe der Nacht auch Schlachtgesänge zum Besten gegeben und zum Teil hitzig geführte Diskussionen über das weitere Vorgehen der Gilde und die Richtung in die man sich entwicklen will, geführt, am Ende ist man sich dann aber doch im Großen und Ganzen einig und glücklich, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Langsam aber sicher wird die Runde um das Lagerfeuer aber kleiner, da sich immer mehr Gildenmitglieder in den Schutz ihrer Zelte zurückziehen und sich ihrem wohlverdienten Schlaf hingeben. Einige nutzen auch die Möglichkeit in ihre festen Behausungen zurückzukehren, da diese nicht weit vom Lagerplatz entfernt sind.

Tag 2
"Wer will noch einen Sternenfeuerespresso?" hallt es über den Lagerplatz. Wer bis jetzt noch nicht aufgewacht ist, ist es spätestens jetzt und freut sich auf den Saft, der die Lebensgeister weckt. Überhaupt schaut es ein bißchen so aus, als ob jeden Moment Arthas (als er noch nicht den Titel Lichkönig trug) den Platz stürmen würde, um der 'Seuche' Einhalt zu gebieten. Überall schlurfen Gestalten scheinbar ohne Plan und Ziel herum und verhalten sich auch sonst recht zombiemäßig. Der Erdenmutter sei Dank überdeckt der Geruch von brennendem Holz alle anderen Ausdünstungen, sonst wären sicher auch hier Ähnlichkeiten festzustellen. Aber nach dem einen oder anderen 'Kräutergebackenem Ei' und 'Seltsam schmeckenden Omlett' und eben dem zuvor erwähnten Sternenfeuerespresso geht es wieder recht fidel bei den Alpinen zu. Einige Todesmutige stürzen sich zusätzlich noch in die eiskalten Fluten des Windfurys, um für einen zusätzlichen Adrenalinstoß zu sorgen.

Als die Wachposten auf eine kleine Gruppe von vier Personen, von denen zwei Gnome sein könnten, aufmerksam macht, wird schnell aus Misstrauen helle Freude: "He, Leute, Salline und Kahorn mit zwei kleinen Blutelfenmädchen sind da!" Auch hier werden wieder freundliche Willkommensrufe laut und man macht Platz unter dem Schatten spendenden Sonnensegel. Natoth - ganz kinderlieb - spielt mit den beiden Kleinen gleich das Wer-wirft-den-Zwergenkopf-näher-zu-Onyxia?-Spiel und die sind natürlich gleich ganz begeistert davon.

Damit die Kampfeskraft während der Festivitäten nicht gänzlich abstumpft, wird von Aerven ein Schwertkampfkurs und ein Armbrustschießen organisiert. Dabei wird schnell deutlich, dass ohne jahrelange Übung und blitzschnelle Reflexe der Kampf schnell verloren gehen kann. Natürlich hilft es manchmal auch, einfach die nötige Portion Glück mitzubringen.

Natürlich kommen auch heute wieder zwei Allianzler daher, die mit grimmigen Gesichtsausdruck davon erzählen, das die Allianzgilde "Wir taten holt so gern sogen, wo's longgeht und kaana frogt uns!" schweren Einspruch gegen unser Lagerleben erhoben hat und nötigenfalls sogar bei König Wrynn vorstellig werden will. Natoth zaubert aber schnell und unbemerkt Gedankenkontrolle auf den stärkeren der Zwei und somit ist der brüchige Frieden zwischen Horde und Allianz fürs erste wieder bewahrt. Morgen wollen wir sowieso wieder aufbrechen, dann darf die bemitleidenswerte Allianzgilde wieder ungestört den Level 1 Hasen und Rehen nachstellen.

Nachdem in der Zwischenzeit auch die Taurin Bwaha mit einer frischen Lieferung Fleisch im Lager angekommen und herzlich aufgenommen wurde, kommt es am Abend zu einem weiteren Höhepunkt des Wochenendes - zur Verteilung der Beute! Darauf freuen sich die Steinadler schon den ganzen Tag, schließlich wollen sie ihre Gildenmitglieder ja für ihre Treue und Einsatzbereitschaft belohnen! Wortreich wird jedem einzelnen Mitglied ein Teil der Beute ausgehändigt und man sieht, wie Rabentags Finger bei jedem einzelnen Gegenstand nervös zucken. Da gibt es Beuteschatullen, ein Totem, eine Spezialmischung Gift, den Extremangler 5000, Spezialverbände, ein Buchband der Verständigung, Dämonenabwehr, die grausame Axt der grausligen Grausamkeit, die goldene Zirbentschurtschel, ein Kristall mit positiver Energie und schließlich auch noch einen mächtigen Gegenstand, wie gemacht für unseren Meisterjäger Arrac! Nur, wo ist er denn? Ahorn späht in die Runde und fragt laut: "He, hat einer von euch den Blassen mit den spitzen Ohren gesehen? Hmm? Niemand? Der hat doch gesagt, er kommt?! Hoffentlich ist ihm nix passiert!" Aber ausser Achselzucken und suchende Blicke bekommt Ahorn keine Antwort. Jedenfalls freuen sich alle über ihre Beute und es wird weiter ausgelassen gefeiert! Schließlich gilt es noch einige Krüge 'Dunkelbräu Lagerbier', 'Froschgiftbier' und klaren bzw. schwarzen 'Rumsey Rum' auszutrinken!

Zum offiziellen Abschluss wird noch von Bwaha eine Feuershow mit Stunteinlage präsentiert und sie erntet damit begeisterten Applaus. Wieder leert sich der Platz um die Feuerstelle langsam. Nur Rabentag, Ahorn und Zwahorn diskutieren bis in die frühen Morgenstunden, wie man sich im Kampf gegen die Allianz oder in der Arena am besten behaupten kann. Ahorn beschwert sich dabei fürchterlich über das feige Herumgeschleiche der Schurken und Katzendruiden, Zwahorn klopft als Antwort nur kurz auf die zentimeterdicke Rüstung die Ahorn trägt und Rabentag versucht vergeblich den riesigen Streitkolben aufzuheben, den Ahorn lässig auf seiner Schulter liegen hat. Schließlich und endlich werden aber auch diese drei von der aufgehenden Sonne daran erinnert, dass ein gesunder Körper auch ein wenig Schlaf benötigt.

Tag 3
Auch dieser Morgen wird wieder mit lautem Gelächter, ernsten Gesprächen, wohlschmeckendem Essen und kühlenden Getränken gefüllt, allerdings muss auch ein heimtückischer Angriff aus Silithus abgewehrt werden. Ahorn und Kinthoras (und später auch Djallija) tragen dabei kleinere Blessuren davon, aber diese werden gleich mit diversen Heilsprüchen und dichtem Glutseidenverband behandelt.

Langsam werden dann auch die ersten Zelte abgebaut und die Spuren, die so ein Hordenlager unweigerlich mit sich bringt, verwischt. Nachdem alle nötigen Arbeiten verrichtet wurden, einigt man sich darauf, sich noch nicht voneinander zu verabschieden, sondern doch noch das eine oder andere gemeinsam zu Unternehmen. So packt einen Großteil der Gilde die Lust auf Süßes und schon bald darauf sitzt man in Unterstadt zusammen und genießt "Klebrigsüßes Eis" und "Eiscremekuchen". Einige Zeit später wird auch die Lust nach eher Deftigem gestillt, wobei das Essen wild hin- und hergetauscht wird, bis jeder zumindest einen Happen von dem Essen hat, was ihm auch wirklich schmeckt. Auch dabei wird natürlich wieder herzhaft gelacht und man genießt noch ein bißchen den Ausblick über das zerstörte Lordaeron.

Tag 4
Wieder wird (zum Großteil) gemeinsam gefrühstückt, man lässt sich die "Saftigen Bärenburger", "Würzigen Wurmburger" sowie die "Herbeigezauberten Croissants" und "Schokoladenkekse und -kuchen" gut schmecken, während man überlegt, wohin einen der weitere Tag so führen könnte. Die Optionen sind dabei vielfältig - es stehen zum Beispiel der Dunkelmondjahrmarkt, eine Menagerie oder ein Ausflug ins Schlingendorntal zur Auswahl, schließlich entscheiden wir uns aber doch dazu, das Schlachtfeld "Die 14 Tore" mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Jeder schnappt sich also sein Flugreittier und im Nu sind wir beim Schlachtfeld angekommen. Nach der Besichtigung sind wir dann doch recht beeindruckt und hoffen, im Fall des Falles doch lieber auf Seiten der Verteidiger sein zu dürfen. Beim Verlassen des Schlachtfelds werden wir leider ein wenig vom plötzlich einsetzenden Regen "überrascht", aber schließlich sind wir alle hartgesottene Kämpfer der Horde und keine Weichlinge aus Zucker.

Kulinarisch geht es auf einem Gipfel in den Grizzlyhügeln weiter, wo wir außerdem unsere Ausrüstung etwas trocknen können. Die Gaumenfreuden werden genossen und frisch gestärkt geht es wieder Richtung Heimat zurück. Den Nachmittag lassen wir noch locker ausklingen, aber leider geht auch die schönste Zeit irgendwann zu Ende und wir müssen uns von Djallija und Dirrly wieder verabschieden, die ihre Mission in der Scherbenwelt wieder aufnehmen müssen.

Fazit
Es war wiedermal ein geniales und wahnsinnig tolles Wochenende! Es wurde so viel gelacht wie schon lange nicht mehr und wir haben viele Geschichten erzählt und ausgetauscht! Ich freue mich schon jetzt auf unser nächstes Gildentreffen und hoffe, dass wieder viele, viele (wenn nicht überhaupt alle!) mitmachen! Danke an alle für alles!

FÜR DIE HORDE!
FÜR SOLIS ALPINUM!

Zwahorn

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 16.08.2011 um 18:32.]
Verfasst am: 22. 09. 11 [09:45]
crenshinibon
Solis Alpinum

Dabei seit: 23.08.2010
Beiträge: 29

Sehr feiner Bericht übrigens Herr Zwahorn, vielen Dank für die nette Unterhaltung!



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