Die Hallen der alten Sprache

Ein Stück Erlösung

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Verfasst am: 25. 12. 09 [17:28]
Karalaa
Sturmaxtclan

Dabei seit: 23.02.2009
Beiträge: 31

War es wirklich so wie es sein könnte? Iphinome setzte die Puzzelfragmente in ihrem Kopf zusammen. Die offiziellen Informationen aus Silbermond waren nur wenig hilfreich, doch ihr Ansehen bei den Kirin'tor, den Sonnenhäschern und beim Argentumkreuzzug bescherten, nein offenbarten ihr einige wichtige Schlüsselfragmente.

Scheinbar wurde Ihr jüngster Sohn Faralan, welcher vermisst wurde, mit anderen Paladinen nach Nordend gesandt, um im geheimen ein wichtiges Artefakt zu sichern. Soviel schien nun fest zu stehen.

Auch Iphinome war auf der Suche nach einem solchen Artefakt, im Auftrag des äschernen Verdikts. Konnte es sich um das selbe handeln und wenn ja, was für eine Verschwörung war hier am Werk?

Aller Verdacht erhärtete sich wie urtümliches Saronit als Sie erkannte das Sie, und ihr Sohn sowie seine Kameraden das selbe Ziel hatten. Die Frostgramhöhle, und somit Lichträcher.

Sie wirkte angespannt, dennoch im höchsten maße konzentriert, als Sie vorsichtig und mit gezogener Waffe die Höhle betrat.

Alles war so still, gerade zu friedlich. Im eisigen vom schneebedeckten Boden sah sie deutliche Kampfspuren, relativ frische Kampfspuren, die sie dazu veranlaßten nur noch vorsichtiger vorranzuschreiten.

Als Sie das Artefakt endlich erblickte, sah Sie auch ihren Sohn, die anderen Paladine, eingefroren in Blöcke aus kristallklarem Eis um das Artefakt herum. Was war hier geschehen, was war der Sinn hinter all dem?

Dann begann die Luft in ihren Lungen zu frieren, ihre Augen wurden glasig und sie stürzte kraftlos zu Boden. Eine Falle! Ihr wurde kälter, und ihre Rüstung fräbte sich weiß vom Frost, darunter begann Sie selbst zu gefrieren. Stechende Schmerzen lähmten Sie gnadenlos, und dann vernahm Iphinome die Stimme des Lichkönigs.

"Alzu vorhersehbar..." verstand sie bevor ihre Sinne immer mehr schwanden.

"Ihr werdet alle leiden..." hämmerte es in ihrem Kopf wieder.

"Ihr werdet alle zusammen sterben!" hallte es nach.

Eine brutale Kraft schleuderte Sie einige Meter weit zurück, und die eisige Umklammerung lößte sich langsam. Sie raffte sich gequält auf und ihr Blick suchte die Umgebung ab.

Sie erschrack kurz, denn nun befand Sie sich in einer endlos scheinenden Anzahl von Ghulen die auf sie zustoben! Doch in der Meute der Untoten erhebten sich auch langsam die anderen Paladine, und Faralan.

Iphinome hauchte und hustete die eisige Luft aus ihren Lungen und machte sich zum Kampf bereit. Die Paladine kämpften erbittert, erschlugen Ghul um Ghul, doch einige waren zu schwach und wurden von ihnen überwältigt, dazu beschwor ein mächtiger Untoter lachend neue Kreaturen aus dem frostigen Boden der Höhle.

Iphinome schaffte es, sich zu ihrem Sohn und zwei anderen Paladinen durchzuschlachten, er sah gut aus, wie in Ihren Erinnerungen, kaum verletzt. Ihr Herz sprang und frohlockte. Neue Kraft durchströmte Sie, denn nun war alles gut oder würde gut werden.

Ohne viele Worte zu verlieren war allen klar, was getan werden musste, und so hielten Faralan und die anderen Zwei das Gro der Untoten auf während Iphinome auf Lichträcher zustürmte, welcher ebenfalls quer durch die Höhle geschleudert wurde.

Als sie ihre Hand um den Griff des Hammers legte, erwachte das Licht in ihm zum Leben. Lichträcher schwebte durch die Höhle und zerfetze mit Wellen aus reinem Licht die Untoten, bevor er auf den Beschwörer niederging, und einem Kometen gleich die unsägliche Kreatur in den Felsen schmetterte.

Iphinome, Faralan und die Paladine gingen auf das Scheusal zu und Iphinome versuchte den Hammer erneut zu greifen, doch der Untote war noch nicht geschlagen, er war keine niedere hirnlsoe Kreatur und schleuderte Iphinome gegen ihren Sohn, woraufhin beide in den Schnee fielen, Schattenblitze traffen die übrigen Paladine, durchzuckten ungezügelt ihre geschwächten Körper, bis sie starben.

Iphinome und Ihr Sohn rappelten sich erneut aus dem Schnee auf und begann den Kampf gegen den Unhold. Es war nicht leicht, ein zehrender Kampf der ihre restlichen Kraftreserven aufbrauchte, doch schließlich wurde die Bestie von den beiden bezwungen.

Geradezu andächtig ergriff Iphinome nun den Hammer, hielt ihn kurz hoch und verstaute Ihn dann in ihrem Gepäck.

"Dich hätte ich hier nicht erwartet Mutter, doch ich bin glücklich, und dankbar, vor allem am Leben!" grinste Faralan Iphinome an, welche sich nicht mehr zurückhalten konnte und ihren Sohn stürmisch umarmte und fest an sich drückte.

Sie schluchzte leicht und einige Tränen rannen ihre Wangen herunter, ein paar Augenblicke später lößte Sie lächelnd die Umarmung und Faralan streckte sich leicht befreit.

Während Iphinome sich langsam wieder fasste, erklärte Faralan Ihr haargenau jede Einzelheit, und nach dem Sie alle Gefallenen gesegnet und begraben hatten, trennten Sich die Zwei. Faralan ging zurück nach Silbermond, um Bericht zu erstatten, und Iphinome bereitete sich darauf vor Vergeltung einzufordern vom Lichkönig!

Beschwingt und befreit, das ihr Sohn nun sicher und am leben ist, ihre Mission soweit so gut verlief. Machte Sie sich auf nach Dalaran und begann mit neuer Energie ihre Schwüren, Pflichten und Verantwortungen nachzukommen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.12.2009 um 17:46.]

"Meine Ruh' ist hin, Mein Herz ist schwer..." - Johann Wolfgang von Goethe