Karalaa
Sturmaxtclan
Dabei seit: 23.02.2009 Beiträge: 31
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Magister Malvadar : „Der Eingang ist nun versiegelt. Nun gibt es keinen Weg zurück und keinen Weg raus, außer durch diesen Kerker.“
Langsam setzte sich die die Gruppe aus den drei Elfen in Bewegung und durchquerte die schmutzigen Kerkerkorridore, vorne weg ein stattlicher Elf, gekleidet in eine lange Robe und bewaffnet mit einem verzierten Holzstab…
Magister Malvadar : „Ich hoffe du bist nun zufrieden. Du wolltest ja unbedingt ein Abenteuer erleben, und nun hast du es letztendlich doch noch geschafft.“
Die in schwere Rüstung gekleidete Elfe, zu der er sprach, und welche den dritten Elfen im Bunde beim gehen unterstützte antwortet ihm darauf leicht gedankenversunken…
Iphinome : „Ja ich hatte einen Traum, wieder und wieder, jede Nacht, und manchmal auch am Tag, darüber wie ich meine Angst überwinde und endlich etwas zu unternehmen, wie jemanden zu retten den ich liebe.“
Der Magister wusste nicht ob er die Elfe wegen dieser Worte bestrafen oder nur auslachen sollte…
Magister Malvadar : „Ja? Das alles wegen etwas Ruhm und einer Liebelei?! Wir sind hier tief in einem dreckigen Kerker, das hier ist kein Traum! Diese Trollbestien herrschen hier, töten oder schlimmer, opfern uns ihren Göttern.“
Wenig beeindruckt erwiderte diese…
Iphinome : „Bestien, Monster, Trolle. Kein Name könnte mich jetzt noch erschrecken oder davon abhalten zu tuen was ich tuen will. Ich werde ihn und uns retten!“
Der Magister stoppte, drehte sich um, musterte die Beiden anderen und sprach mit einem resignierten Unterton…
Magister Malvadar : „Nun, wenn es das ist was du wirklich willst? Wir werden ja herausfinden ob es die Mühe wert ist.“
Trotzig widerholte sie ihre Worte…
Iphinome : „Ich werde ihn und uns retten.“
Gerade schon spöttisch zuckte Malvadar darauf mit den Schultern…
Magister Malvadar : „Na dann haben wir wohl keine andere Wahl.“
Die beiden betrachteten sich eingehend, zornig. Ihre Gesichter waren von der Anstrengung gezeichnet, dann erhob der Verletzte seine erschöpfte Stimme…
Thellion : „Bitte nicht Iphinome, den Trollen seid ihr egal, noch wissen sie nicht das ihr auch hier seid, lass mich einfach liegen, lasst mich zurück und rettet euch selbst.“
Der Magister wurde noch zorniger über diese Worte…
Magister Malvadar : „Ja vielleicht sollten wir das! Narr, wenn wir das täten, wären alle bisherigen Opfer, Mühen und Anstrengungen vergebens gewesen, und du würdest wohl wirklich ihren Göttern geopfert. Beim Sonnenbrunnen, beeilen wir uns lieber.“
So marschierten sie weiter und weiter, kein Ausgang war in Sicht, und die Luft wurde immer schwerer, stickiger und wärmer. Thellion war müde und schwach und traf so eine Entscheidung die er den anderen mitteilte…
Thellion : „Ich habe es mir überlegt, ich will nicht das noch jemand wegen mir stirbt. Ich bin eh geschwächt, vergiftet obendrein, ich spüre wie meine Lebenskraft zerrint, dennoch Liebe ich dich. Also hör bitte auf das was ich dir sage! Iphinome, bitte lass mich hier zurück.“
Die Elfe erschrak sichtlich und ihre Kehle zog sich vor entsetzen zusammen das Sie kaum mehr etwas sagen konnte…
Iphinome : „Thellion?“
Der Magister runzelte nur dir Stirn, fragte sich ob das ein Scherz war, oder Ernst, in dieser verzweifelten Lage…
Magister Malvadar : „Großartig, na dann hören wir doch am besten gleich auf. Ich denke auch wenn wir Euch hier rausschaffen würdet ihr an den Strapazen sterben. Pah! Lächerliches Geschwätz! Weiter jetzt, oder.. oder ist es wirklich Euer ernsthafter Wunsch Thellion?“
Thellion : „Ja, das ist mein ernsthafter Wunsch.“
Die Elfe hatte sich aus ihrer Fassungslosigkeit befreit, sie war nicht bereit jetzt schon aufzugeben…
Iphinome : „Niemals Thellion, höre bitte auf damit. Ich liebe dich, ich werde deine Frau, und ich werde unser Kind nicht alleine großziehen. Wir geben jetzt nicht so einfach auf, hörst du. Wir werden es sicher schaffen, halte nur noch etwas länger durch. Unsere gemeinsame Zukunft beginnt gerade erst, und ich werde nicht zulassen das sie schon so früh endet.“
Der Magister war verwirrt, was hatte das alles zu bedeuten…
Magister Malvadar : „Was soll das heißen, du ziehst das Kind nicht alleine groß? Tochter, beim Sonnenbrunnen, ihr habt eine Menge zu erklären wenn wir zurück in Silbermond sind.“
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Ionaste nippte an ihrem Tee und zwinkerte nachdenklich mit ihren Augen. Dann lies sie sich bequem in den Sessel zurücksacken. Das ganze erschien ihr doch wirklich zu dramatisch erzählt und sie konnte sich kaum ein kichern, über die Geschichte ihrer Mutter verkneifen.
Ionaste : „Also so hat das ganze angefangen? Hört sich ja nicht gerade nach einem guten Start an.“
Iphinome : „In Wirklichkeit, gibt es auch keinen guten Start, nur sagen wir einmal Missgeschicke.“
Ionaste : „Oho, ich würde gerne mehr erfahren über diese Missgeschicke.“
Iphinome räusperte sich und winkte demonstrativ mit ihrer freien Hand ab während sie ebenfalls einen Schluck Tee zu sich nahm.
Iphinome : „Nein, nein, nein, das ist nicht Teil, dieser Geschichte. Also lass mich weitererzählen.“
Ionaste : „Tze, mir ist es eh nicht so wichtig.“
Iphinome beantwortete den Kommentar nur mit einem scharfen Blick und dachte sich nur wie sehr Sie sich wünschte, ja beim Sonnenbrunnen, es wäre so und Ionaste würde sie nicht ständig deswegen verhören.
Iphinome : "Also, wo war ich?"
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Die Luft wurde wieder mit jedem Schritt besser, der Ausgang schien in der Nähe. Doch Geräusche hallten durch die Korridore, Schritte, Schreie, von Vorne, von Hinten.
Der Magister wusste das ein Kampf unvermeidlich werden würde und trieb die Gruppe an…
Magister Malvadar : „Iphinome! Thellion! Schneller!“
Sie hasteten vorwärts, so schnell sie konnten, doch die Geräusche holten sie ein, samt ihren Häschern…
Iphinome : „Vater, sie kommen. Sie kommen!“
Thellion : „Schnell gib mir eine Waffe.“
Der Kampf gegen die Trolle war schnell und kompromisslos, sie hatten die Elfen unterschätzt, und wurden von ihnen im engen Korridor niedergemacht. Der Magister zögerte mit seinen Zaubern, könnte durch ihre Macht doch alles einstürzen, doch seine Tochter drängte ihn…
Iphinome : „Vater, schnell, benutz deine Zauber.“
Die Zauber waren stark, vielleicht zu stark für diese Höhlen, Malvadar war verzweifelt, doch noch nicht tot und so enfesselte er einen wahren Feuersturm. Die Elfen kämpften sich so einige unendliche lange Minuten lang weiter Vorwärts bis sie schließlich wieder fast unter freiem Himmel standen. Dort aber waren sie nicht allein, ein geradezu gigantischer Trollberserker, verziert mit Tätowierungen und Narben schien dort schon auf sie zu warten…
Magister Malvadar : „Was für eine Bestie!“
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Ionaste rutschte unruhig, beinahe gelangweilt im Sessel hin und her. Sie seuftzte leicht und tippelte nervös mit den Fingern herum und konnte sich einen weiteren Kommentar einfach nicht mehr verkneifen.
Ionaste : „Oh jetzt wird’s aber spannend!“
Iphinome : „Unterbrich mich nicht ständig.“
Ionaste seufzte erneut, und schwor sich insgeheim nie wieder ihre Mutter darum zu bitten ihr eine Geschichte aus der Vergangenheit zu erzählen, egal wie neugierig sich auch nach diesem Wissen war.
Ionaste : „Verzeih mir Mutter, erzähl bitte weiter.“
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Die Bestie war stark, doch stand sie nur da, sie war zu klein für den Korridor, und lauerte wie eine Katze vor dem Mausloch auf ihre Beute. Verzweiflung machte sich wieder breit unter den Drei.
Iphinome : „Tu doch etwas Vater, du hast doch die Macht, wir werden alle umkommen wenn wir einfach nur hierbleiben!“
Magister Malvadar : Verzeih Tochter, aber meine magische Kraft ist am Ende, ich bin zu schwach, sie wird keine Wirkung zeigen.“
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Ionaste sprang fast vom Sessel auf, so ein Unfug dachte sie sich, Großvater war ein mächtiger Magier und hätte diesen Troll in ein Häufchen Asche verwandelt, egal wie müde er gewesen wäre. Sie versuchte sich zu beruhigen bevor sie ihren Gedanken ausdruck verlieh.
Ionaste : „Was!? Großvaters magische Kräfte waren wirkungslos, das kann ich ja kaum glauben, aber egal, erzähl einmal weiter, wie habt ihr denn dann alle überlebt?“
Thellion stand schon eine Weile im Zimmer, er mochte diese Geschichte, auch wenn er sie zum Teil anders in Erinnerung hatte. Er schlich sich langsam von hinten an den Sessel seiner Tochter und tätschelte sie wie ein kleines Kind behandelnd auf den Kopf.
Thellion : „Durch die Kraft einer Heldin.“
Iphinome lächelte, als sie ihren Gatten wahrnahm und stimmte ihm zu.
Iphinome : „Ganz genau, denn dafür gibt es Helden.“
Ionaste löste sich leicht murrend aus der neckenden Liebkosung ihres Vaters, und erhob sich aus ihrem Sessel. Sie musterte Ihre Eltern beide kurz, dann verschränkte sie gekränkt die Arme vor Ihrer Brust und verlies stolzierend das Zimmer mit den Worten.
Ionaste : „Achwas, so ein albernes Märchen, das kann unmöglich wahr sein. Ich habe genug davon.“
Thellion setzte sich grinsend auf den warmen nun freien Platz und schaut zu seiner Frau die mit ihrem Blick leicht genervt dem Abtritt ihrer Tochter folgte.
Thellion : „Fahr doch bitte fort mit der Geschichte, das Ende finde ich am Besten.“
[Dieser Beitrag wurde 6mal bearbeitet, zuletzt am 02.12.2009 um 22:44.]
"Meine Ruh' ist hin, Mein Herz ist schwer..." - Johann Wolfgang von Goethe
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