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Verfasst am: 30. 11. 09 [12:08]
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andranath
Bund der wilden Pfade [Themenersteller]
Dabei seit: 27.11.2007 Beiträge: 110
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Langsam schlug Andranath die Augen auf um in eine hellere Dunkelheit zu blicken. Sie konnte nur undeutliche Schemen erkennen, doch das wohlbekannte grüne Licht, das den Raum erfüllte, ließ die Quartiermeisterin vermuten, dass sie sich im Apothekarium befand. Sie wollte versuchen sich aufzurichten, doch ein stechender Schmerz in der Bauchgegend zwang sie ruhig liegen zu bleiben. Ihr Versuch war jedoch nicht unbemerkt geblieben. Der Umriss eines schmalen Gesichtes, umrandet von rotem Haar, hatte sich in ihr Gesichtsfeld geschoben. Andranath kniff die Augen zusammen um klarer sehen zu können. Ja, es handelte sich um die Priesterin Shàonainai und sie wirkte wenig amüsiert, nein, "hochgradig verärgert" traf es wohl besser. Sie nahm die Stimme der Priesterin in ihrem Kopf wahr: "Ihr habt mein Mitgefühl ausgenutzt!" doch schon nahm die Hexe ein gefühltes Dutzend weiterer Stimmen wahr, nicht in ihrem Kopf, allerdings im selben Raum. Irgendjemand machte sich an ihrem Fußgelenk zu schaffen und redete wirres Zeug von jemandem der ermordet werden und zu "Schleim" verarbeitet werden sollte... Und war das ein Fisch, der ihr auf das Gesicht gelegt wurde? Was war hier eigentlich los? Aus einiger Entfernung vernahm Andranath nun eine bekannte Stimme... Hatte Scáthach es tatsächlich gewagt einen Fuß in diese Stadt zu setzen? Ausgerechnet sie...das hatte noch gefehlt. Es war nicht allzu lange her, da hatte sie die leichtsinnige Elfe dafür gescholten, dass sie sich Korlash allein zu stellen versucht hatte. Nun lag sie selbst auf dem Tisch des Apothekers und zweifelte nicht daran, dass die Söldnerhexe wusste, warum. Die Quartiermeisterin murrte leise. Warum war es hier überhaupt so laut? Scheinbar wurde gestritten. Vorsichtig versuchte sie sich umzusehen. Der Blutritter Saden Ala'Phendra war ebenfalls anwesend, außerdem ein elfischer Robenträger mit höchst unschönem Sprachfehler, der ihr unbekannt war. Aber wer...oder besser: was war das? Ein seltsam gekleidetes Geschöpf, das mit einem Messer und einem Fisch herumhantierte und zudem den Geruch von fauligen Algen verbreitete, stand zu ihren Füßen und redete wirr daher. Sie wollte einfach nur von hier verschwinden. Als hätte Shàonainai ihre Gedanken erraten, fragte sie: "Glaubt ihr, dass ihr es bis zur Wachstube schafft?" Andranath nickte schnell, worauf die Priesterin ihr vom Tisch des Apothekers herunterhalf. Sie bemerkte nur an ihrem schmerzenden Körper und den leiser werdenden Stimmen, dass sie sich von der Szenerie fortbewegte. Nun war es still. Shàonainai wandte sich zu ihr um:"Warum habt ihr...?" Andranath sah sie an. "Warum ich ihn gesucht habe?" Die Priesterin winkte ab und seufzte. "Schon gut, ich weiß ja warum. Aber ihr werdet ihn nicht alleine besiegen können." Andranath nickte leicht. "Ich fürchte, da ist etwas dran." Die Priesterin legte ein nach Kräutern duftendes Paket auf die Kommode. "Hier, etwas Tee. Ich habe nun etwas zu erledigen. Ihr solltet euch ausruhen."
Nachdem Shàonainai den Raum verlassen hatte, saß die Hexe einige Zeit regungslos auf ihrem Bett und starrte in die von Kerzen erhellte Finsternis. Immer wieder drangen die Bilder in ihren Geist: Seine eiskalten Augen, die höhnische Stimme, sein boshaftes Lachen, seine schlimm zugerichteten Opfer und nicht zuletzt die Unterseite seines Stiefels, die mehrfach ihr Gesicht getroffen hatte, bevor sie das Bewusstsein verlor. Andranath schielte zu ihrem Spiegel. Sie zögerte. Schließlich erhob sie sich mühevoll und wankte hinüber. Starr vor Schreck blieb sie vor dem Spiegel stehen. Es war ein Alptraum...wenn ihr noch jemand helfen konnte, dann die Magier in Dalaran. Sie schluchzte leise. Sie wusste noch nicht, wie sie es anstellen sollte, doch sie würde dafür sorgen, dass er zugrunde ging! Er sollte leiden, für alles was er getan hatte...
And the raven, never flitting, still is sitting, still is sitting
On the pallid bust of Pallas just above my chamber door;
And his eyes have all the seeming of a demon's that is dreaming,
And the lamp-light o'er him streaming throws his shadow on the floor;
And my soul from out that shadow that lies floating on the floor
Shall be lifted - nevermore!
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Verfasst am: 01. 12. 09 [08:32]
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andranath
Bund der wilden Pfade [Themenersteller]
Dabei seit: 27.11.2007 Beiträge: 110
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Atemlos lief die in dunkle Gewänder gehüllte Gestalt durch die Nacht. Sie lief schnell und scheinbar ziellos ohne sich auch nur ein einziges Mal umzusehen. Sie schien überrascht, als sie plötzlich Krasus' Landeplatz erreichte, zögerte jedoch keinen Moment sich hastig auf einen der Windreiter zu schwingen und ihm die Sporen zu geben. Erst jetzt, in der Luft, spürte sie ihre Erschöpfung zurückkehren und legte ihren Kopf im Nacken des Windreiters ab. In dieser Nacht war viel geschehen... . Es hatte damit begonnen, dass sie von einem Tumult im Zauberkasten erfahren hatte. Das war an sich nicht so ungewöhnlich, aber die Tatsache, dass in diesem Zusammenhang die Namen "Dariah" und "Korlash" gefallen waren, hatte sie alarmiert. Als sie den Zauberkasten erreichte, hatte sie jedoch nur Lord Ala'Phendra angetroffen, der dabei war eine Elfe nach Silbermond zu bringen, die seinen Worten nach von Shàonainai niedergestochen worden war. Ja, das war mehr als seltsam, aber zum Nachdenken war später noch Zeit. Der Auskunft des Blutritters folgend war sie hinunter in die Kanäle geeilt, wo sie ein heilloses Durcheinander vorgefunden hatte. Personen, mit denen sie hier ohnehin gerechnet hatte, waren Scáthach und Shàonainai. Dariah konnte sie zu ihrem größten Bedauern nirgends entdecken, Korlash hingegen konnte sie sofort inmitten einiger wütender Trolle ausmachen. Der gesamte Stamm der Bluthauer schien sich hier versammelt zu haben. Auch den Häuptling der Sturmäxte konnte Andranath erspähen. Der Stamm jedoch schien sich gerade zurückziehen zu wollen, offenbar war die Trollin Saew verletzt. Laojun trug sie davon. Danach war alles sehr schnell gegangen. Sie selbst hatte die Nerven verloren und war mit gezogenem Schwert auf die Bestie zugelaufen, Scáthach hatte sich schützend vor ihn gestellt, weswegen Andranath in ihrem Wahn kurzzeitig in Betracht gezogen hatte sie ebenfalls aus dem Weg zu räumen. Doch es kam anders. Trakar hatte sie und Scáthach in wenigen Augenblicken und mit fachmännischer Präzision ins Reich der Träume geschickt. Insgeheim war sie ihm dafür dankbar.
Aber nun blieb die Frage: Was war geschehen?
Die Quartiermeisterin der Nachtwache war gerade vollkommen in ihre Gedanken vertieft gewesen, als Korlash zu später Stunde wie aus dem Nichts hinter ihr aufgetaucht war. Bis auf ihn und die Hexe waren die Straßen vollkommen leer gewesen, weswegen die Verlassene das einzig richtige getan hatte und nach einem kurzen Wortgefecht geflohen war. Sie mochte keine Dämonen, aber Jhoraith, das teuflische Weibsstück war ihre Rettung gewesen, sie hatte der Hexe die nötige Zeit verschafft. Zeit... sie würde ein unschätzbarer Verbündeter im Kampf gegen dieses Scheusal werden. Andranath seufzte erschöpft und sank auf dem dahin gleitenden Windreiter in einen tiefen Schlaf.
And the raven, never flitting, still is sitting, still is sitting
On the pallid bust of Pallas just above my chamber door;
And his eyes have all the seeming of a demon's that is dreaming,
And the lamp-light o'er him streaming throws his shadow on the floor;
And my soul from out that shadow that lies floating on the floor
Shall be lifted - nevermore!
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Verfasst am: 01. 12. 09 [14:28]
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trakar
Sturmaxtclan
Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 205
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Die Ereignisse rekapitulierend ging Saden langsam aus Unterstadt hinaus, Xelvi ging voran.
Eine einfache Order aus dem Blutritterorden für die Falkenwacht hätte er doch nur überbringen sollen...nun steckte er mitten in nicht durchschaubaren Ereignissen ...Ereignissen die unter anderem hochranginge Verlassene betreffen. Um seine Gedanken zu ordnen ging er nochmal alles durch, von Anfang an.
Er erreichte die Falkenwacht zur Mittagszeit...die Wacht war voller Pilger und verwundeten Blutelfen und einer Verlassenen...Andranath - Quartiermeisterin der Nachtwache. Als Saden die Order übergab wies ihn der Waldläuferhauptmann der Falkenwacht auf sie hin und ob er nicht sich ihrer annehmen könnte, da die Kapazitäten auf der Falkenwacht mehr als erschöpft waren.
Saden versprach zumindest sie sich einmal anzusehen und ging Richtung Lazarett.
Sie bot einen grauenhaften Anblick, das Gesicht war zerschmettert und der Torso aufgeschlitzt, sie hatte gerade mal erste Hilfe genossen und davon allem Anschein nach auch nur das Allernötigste.
Saden entblößte ihren Bauch vollständig um sich ein genaueres Bild von dem Schwertstreich zu machen...er konzentrierte sich kurz und wob einen kleinen Heilzauber um wenigstens die Wunde einigermaßen zu versorgen. Das Fleisch der Untoten verbrannte bei Berührung mit dem heiligen Licht und Saden brach den Heilzauber sofort ab und schollt sich einen Narr dass er daran nicht gedacht hatte. Die Leiterin des Lazeretts informierte Saden darüber dass der nächste Konvoi Richtung Shattrath ( und damit Unterstadt) erst in einem Monat losziehen würde.
Shaonainai (die Jüngere) trat plötzlich an Andranaths Krankenlager, sie musste irgendwoher gewusst haben dass Andranath sich in Gefahr befand und sie schien äußerst verärgert darüber, denn sie wiederholte dauernd: „Sie hat mein Vertrauen missbraucht, diese Irre!!“.
Da Heilzauber bei Untoten nicht anschlagen musste Andranath zur vollständigen Genesung nach Unterstadt gebracht werden, aber selbst für erste Hilfe wurde ein Apotheker der Verlassenen gebraucht also machte Saden sich auf der Falkenwacht auf die Suche. Ein paar Pilger erzählten ihm schließlich dass mit der letzten Karawane aus Thrallmar ein Apotheker dabei gewesen sei und dieser sich im Pavillion aufhalte.
Als Saden jenen Pavillion betrat erkannte er den betreffenenden Apotheker sofort: Seine Haltung war gebeugt, er wies Verwesungspuren im ganzen Gesicht auf und er experimentierte mit einem gefangenen Dreanei herum.
„ Anu belore dela’na. Ich bin Lord Saden Ala’Phendra vom Orden der Blutritter, da ihr offensichtlich ein Apotheker seid möchte ich eure Dienste in Anspruch nehmen. Es geht um eine schwer Verletzte eures…äehm…Volkes.“ sagte Saden mit forscher Stimme.
Der Verlassene blickte auf und entgegnete: „ Meinen Gruß *ein schleimiges Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Verlassenen auf* LORD…ich bin Apotheker Azethen von der Königlichen Apothekervereinigung zu Lordaeron. Ich helfe wo ich kann…besonders wenn es um meines Gleichen geht...aber ihr...Herr LORD... versteht doch sicher dass sowas meine immens wichtigen Studien und Arbeiten“ der Verlassene macht eine ausholende Geste „ ich habe viel zu tun, also entschuldigt….“
Saden zuckte mit den Mundwinkeln und warf Azethen einen kleinen Beutel mit Goldmünzen zu. „ ich bringe sie nun her, wir haben nicht mehr viel Zeit“ Saden nickte knapp.
Shaonainai hatte provisorische Wickel und Verbände an Andranath angelegt und bedachte Saden mit einem besorgten Blick als dieser sich wieder dem Krankenlager näherte.
„Ich habe einen …willigen..Apotheker hier gefunden“ Saden nickte knapp gen Shaonainai und hob Andranaths Körper mit aller gebotener Vorsicht an um sie zum Apotheker in den Pavillion zu bringen.
Dort angekommen breitete Shao schnell für Andranath eine Liegedecke aus auf welche Saden sie ablegte.
Der Apotheker schritt auf Andranath zu und bedachte sie mit schnellen prüfenden Blicken. Mit geübten Handgriffen riss er die Wickel und Verbände ab und grunzte spöttisch. „Vollkommen nutzlos..und was ist denn das? Lichtmagie?“ Azethen lachte schallend auf „welcher Idiot wollte sie mit Lichtmagie heilen?“ „Er hat es nur gut gemeint….“ Entgegnete Shao leise. Azethen zuckte mit den Schultern und machte sich an die Arbeit, zunächst an der Bauchwunde. Er schnitt zerstörtes Fleisch heraus, entkorkte ein Fläschchen mit grünem, zähflüssigem Inhalt und reinigte damit die Wunde. Schließlich holte er Zwirn und Nadel heraus und schloss die Wunde notdürftig. „Das sollte FÜRS ERSTE reichen, bei dem Gesicht kann ich nicht viel machen, dafür müsst ihr nach Unterstadt...oder sonst wohin wo es genug Ersatzteile gibt“.
Saden organisierte einen Karren, spannte sein Ross davor und Andranath wurde darauf gelegt, Shao saß neben ihr. Nach einer längeren aber ruhigen Reise erreichten sie schließlich Shattrath und von da aus Unterstadt. Im Apothekarium kümmerte sich einer der Apotheker sogleich um die Quartiermeisterin der Nachtwache. Das plötzliche Auftauchen einer schwer gestörten und nach Fisch stinkenden Söldnerin sorgte für allerlei Tumult aber sie konnte schließlich mithilfe Scathachs und Sadens von dem Plan abgebracht werden Andranath *mitzunehmen* und selbst zu heilen. Der Apotheker *flickte* Andra wieder zusammen, lediglich das Gesicht konnte fürs erste nicht wiederhergestellt werden.
Als die Verlassene wieder halbwegs bei Bewusstsein war bedankte sie sich bei Saden noch und er verließ die Unterstadt….zusammen mit Xelvi aus seinem Orden der zufälligerweiße auch in Unterstadt zugegen war.
Alles in allem sind die Ereignisse auch noch recht undurchsichtig wenn man nochmal darüber nachdachte …nach Gründen, Motivationen oder Rechtfertigungen dafür zu suchen brachte Saden nur Kopfschmerzen ein.
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Verfasst am: 01. 12. 09 [15:30]
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xrylk
Kalimdors Späher
Dabei seit: 16.04.2007 Beiträge: 1626
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ICH VERLANGE EINEN AUSFÜHRLICHEN BERICHT!
Die Klauenhand des Priesters schloß sich wie ein Schraubstock um des Hals des Boten, welcher röchelnd und strampelnd den Boden unter den Füßen verlor. Einige Sekunden war nur das keuchen und ächzen der bedauernswerten Kreatur zu vernehmen, dann lockerte sich der Griff als der Peon wie eine Puppe durch den Raum geschleudert wurde und unsanft gegen den schweren Eichenschrank donnerte.
STEH AUF!
Der Peon gehorchte. Angsterfüllt blickte er in die rubinroten Augen seines Meisters.
"Hör mir jetzt gut zu, ich werde es kein zweites Mal sagen. Ich möchte das du mir jemanden hierher schaffst der mir Einzelheiten nennen kann. Und wenn ihr ihm dafür die Beine abtrennen müsst und ihn an den Haaren herzieht, soll mir das auch recht sein. Du hast bis morgen Zeit mir jemanden zu bringen - ansonsten werde ich dir nochmal genauer erläutern, wie ich mir das vorstelle. Und jetzt verschwinde!"
Aus der Finsternis des zukünftig Vergangenen sehnt der Magier sich nach Licht. Einen Weg heraus zwischen zweierlei Welten - Feuer, zieh´ mit mir
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