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Verfasst am: 02. 09. 08 [12:58]
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Rhius
Kalimdors Späher [Themenersteller] Dabei seit: 22.07.2007 Beiträge: 286
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T S Eliot
The Hollow Man
Mistah Kurtz—he dead.
A penny for the Old Guy
I
We are the hollow men
We are the stuffed men
Leaning together
Headpiece filled with straw. Alas!
Our dried voices, when
We whisper together
Are quiet and meaningless
As wind in dry grass
Or rats’ feet over broken glass
In our dry cellar
Shape without form, shade without colour,
Paralysed force, gesture without motion;
Those who have crossed
With direct eyes, to death’s other Kingdom
Remember us—if at all—not as lost
Violent souls, but only
As the hollow men
The stuffed men.
II
Eyes I dare not meet in dreams
In death’s dream kingdom
These do not appear:
There, the eyes are
Sunlight on a broken column
There, is a tree swinging
And voices are
In the wind’s singing
More distant and more solemn
Than a fading star.
Let me be no nearer
In death’s dream kingdom
Let me also wear
Such deliberate disguises
Rat’s coat, crowskin, crossed staves
In a field
Behaving as the wind behaves
No nearer—
Not that final meeting
In the twilight kingdom
III
This is the dead land
This is cactus land
Here the stone images
Are raised, here they receive
The supplication of a dead man’s hand
Under the twinkle of a fading star.
Is it like this
In death’s other kingdom
Waking alone
At the hour when we are
Trembling with tenderness
Lips that would kiss
Form prayers to broken stone.
IV
The eyes are not here
There are no eyes here
In this valley of dying stars
In this hollow valley
This broken jaw of our lost kingdoms
In this last of meeting places
We grope together
And avoid speech
Gathered on this beach of the tumid river
Sightless, unless
The eyes reappear
As the perpetual star
Multifoliate rose
Of death’s twilight kingdom
The hope only
Of empty men.
V
Here we go round the prickly pear
Prickly pear prickly pear
Here we go round the prickly pear
At five o’clock in the morning.
Between the idea
And the reality
Between the motion
And the act
Falls the Shadow
For Thine is the Kingdom
Between the conception
And the creation
Between the emotion
And the response
Falls the Shadow
Life is very long
Between the desire
And the spasm
Between the potency
And the existence
Between the essence
And the descent
Falls the Shadow
For Thine is the Kingdom
For Thine is
Life is
For Thine is the
This is the way the world ends
This is the way the world ends
This is the way the world ends
Not with a bang but a whimper.
Ich bin schön, ich bin stark, ich bin weise, ich bin gut.
Und ich habe das alles selbst herausgefunden!
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Verfasst am: 18. 09. 08 [20:43]
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Rhius
Kalimdors Späher [Themenersteller] Dabei seit: 22.07.2007 Beiträge: 286
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Where the Sidewalk Ends
There is a place where the sidewalk ends
And before the street begins,
And there the grass grows soft and white,
And there the sun burns crimson bright,
And there the moon-bird rests from his flight
To cool in the peppermint wind.
Let us leave this place where the smoke blows black
And the dark street winds and bends.
Past the pits where the asphalt flowers grow
We shall walk with a walk that is measured and slow,
And watch where the chalk-white arrows go
To the place where the sidewalk ends.
Yes we'll walk with a walk that is measured and slow,
And we'll go where the chalk-white arrows go,
For the children, they mark, and the children, they know
The place where the sidewalk ends.
Shel Silverstein
Ich bin schön, ich bin stark, ich bin weise, ich bin gut.
Und ich habe das alles selbst herausgefunden!
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Verfasst am: 22. 10. 08 [01:59]
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Cambas
Kalimdors Späher
Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 238
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Dieses Gedicht ist am besten laut und intoniert vorzulesen. Viel Spaß beim Üben
Bodo Wartke - Ein Ritter
Ein Ritter bittet generell
wohlgesittet zum Duell.
So auch der schwarze Ritter.
Er war zwar nur so’n lütter,
doch im Duellieren fitter
als so manch ein andrer Ritter.
Er tat’s ja auch tagein, tagaus.
Einmal forderte er heraus
den edlen Ritter Lanzelot,
weil ihm sich so die Chance bot,
diesen verhaßten, alten
Nebenbuhler auszuschalten.
Gesagt, getan. So trafen diese
beiden sich auf einer Wiese.
Zur Linken Lanzelot – erhaben, prächtig,
rechts der Schwarze – eher schmächtig,
grobschlächtig im Vergleich zu Lanzelotens Glanze.
Im Anschlag trägt dieser seine Lanze.
Und das ist wahrlich keine kleine!
Hat er auch selbst sehr kurze Beine,
die Lanze ist doch länger noch als Lanzelot ihm seine.
Möge das Duell beginnen
und der bessere gewinnen!
König Artus gibt den Startschuß:
Wie’n Gewitter ritt der Ritter mit der Lanze los!
Lanzelot fragt sich: „Was soll das Ganze bloß?“
Der Schwarze galoppiert heran ... Nur noch wenige Meter!
doch Lanzelot indes steht da.
Anstatt sich zu bewegen, ruft dem Schwarzen er entgegen:
„Hey Mann! Laß uns drüber reden!“
Er wehrt sich nicht, denn aus seiner Sicht
ist der Schwarze Ritter wohl nicht ganz dicht.
Doch im Gegenteil, der kommt immer dichter!
Zu spät! Jetzt ist er da! Schon sticht er
zu mit Wucht, auf daß seine Lanze
eine Schlucht in Lanzelots Panzer stanze,
um anschließend auch dessen Bauch zu durchbohren.
Blut fließt raus wie aus Aromaporen
der Kaffee in der Werbung von Melitta...
Spiel und Satz: Schwarzer Ritter!
Man sieht hier, wie der Getroff‘ne strauchelt,
wie er vor Schmerzen sich den Bauch hält.
Denn die Lanze des Rivalen
sieht man in der Horizontalen
– waagerecht sozusagen –
aus des Ritters Magen ragen.
Todgeweiht kippt er vom Pferde,
doch er fällt nicht auf die Erde,
weil die Lanze sich sofort
senkrecht in den Boden bohrt,
so daß er aus dem Leben scheidet,
während er an ihr hinuntergleitet.
Die Lanze ragte nun im Lote
aus dem toten Lanzelote,
und durch Lanzelotens Blute
war sie quasi Lanzarote.
Und die Moral von dem Gedicht:
Ist ein Wicht darauf erpicht,
dich mit ’ner Lanze zu erstechen,
dann glaube lieber nicht,
er würde eine für dich brechen!
Ein Spiel sie zu knechten,
sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben,
und ewig zu binden.
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Verfasst am: 22. 10. 08 [11:12]
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djallija
Bruderschaft der Qualen Bund der wilden Pfade Solis Alpinum
Dabei seit: 20.09.2007 Beiträge: 110
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Hm,..ich weiß leider nicht, von wem es ist,...aber ich finde es wirklich schön,...
Wie jede Blüte welkt
Und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and’re, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden:
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.
Ich bin eine Chillkröte!
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Verfasst am: 22. 10. 08 [15:59]
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Rhius
Kalimdors Späher [Themenersteller] Dabei seit: 22.07.2007 Beiträge: 286
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Das ist das Gedicht: Stufen von Herman Hesse, falls es jemanden interessiert
Ich bin schön, ich bin stark, ich bin weise, ich bin gut.
Und ich habe das alles selbst herausgefunden!
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Verfasst am: 25. 10. 08 [18:51]
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djallija
Bruderschaft der Qualen Bund der wilden Pfade Solis Alpinum
Dabei seit: 20.09.2007 Beiträge: 110
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Ja mich! Dank dir!
Ich bin eine Chillkröte!
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Verfasst am: 06. 11. 08 [00:18]
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Cambas
Kalimdors Späher
Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 238
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Meinem Gehirn entsprang soeben folgendes:
(Ranicki sei mir gnädig - es ist gewiss kein lyrischer Leckerbissen aber der olympische Gedanke dabei zählt)
C.D. - Das Tier
Tief im Menschen lauert ein Tier
genährt von Zweifel, Angst und Hass
wer arglos sich dem Abgrund nähert
dem folgt es ohne Unterlass
Hungrig knurrt es, rastlos scharrt es
wütend grollt's aus tiefster Kehle
mit fürchterlicher Leichtigkeit
zerfetzt's die ungeschützte Seele
Das Monstrum - marodierend, tobend
lässt leere Hüllen nur zurück
in denen eisig starre Herzen
verschmäh'n der feurig Liebe Glück
Ein Spiel sie zu knechten,
sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben,
und ewig zu binden.
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Verfasst am: 06. 11. 08 [09:10]
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andranath
Bund der wilden Pfade
Dabei seit: 27.11.2007 Beiträge: 110
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*applaudiert Cambas*
Da hat Herr Reich-Ranicki mit Sicherheit schon schlechteres gelesen .
Nein wirklich: Sehr hübsch.
And the raven, never flitting, still is sitting, still is sitting
On the pallid bust of Pallas just above my chamber door;
And his eyes have all the seeming of a demon's that is dreaming,
And the lamp-light o'er him streaming throws his shadow on the floor;
And my soul from out that shadow that lies floating on the floor
Shall be lifted - nevermore!
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Verfasst am: 30. 11. 08 [10:33]
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scathach
Bruderschaft der Qualen Haus Feuerschwinge
Dabei seit: 24.08.2007 Beiträge: 603
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Passend zum ersten Advent, eines meiner Lieblings-weihnachts-Gedichte:
Advent
Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.
Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muss es sein.
Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.
Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier -
die Reste in Geschenkpapier.
Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?
Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
s' ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.
(Vicco v. Bülow alias Loriot)
Everywhere is just a journey away
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